Bessere Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement

180608 NetzwerkBerlin/Bonn, 08.06.2018. Das "Netzwerk Engagementförderung" fordert in einem Positionspapier bessere Rahmenbedingungen für die freiwillige Arbeit.

Bürgerschaftliches Engagement ist freiwillig, gemeinschaftlich, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich. Viele gesellschaftliche Herausforderungen werden mit Hilfe der Engagierten leichter bewältigt. Die Aktiven werden nach Ansicht des Netzwerks Engagementförderung aber zu oft allein gelassen.

Im Netzwerk Engagementförderung haben sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa), die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V. (BaS) und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V. (DAG SHG) zusammengeschlossen. Sie fordern bessere Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement:
  1. Die Engagementstrukturen müssen nachhaltig und verlässlich gefördert werden.
    Engagementfördernde Einrichtungen brauchen für ihre gesellschaftspolitisch wichtige Arbeit sichere Perspektiven durch dauerhafte Basisinfrastrukturförderung und Förderprogramme. Dies gilt sowohl für die lokalen als auch für die überregionalen und die bundesweiten Organisationen.

  2. Die Verantwortung der Kommunen muss gestärkt werden.
    Es sollte auf der Ebene der Kommune selbstverständlich sein, bürgerschaftliches Engagement zu fördern und unabhängige Anlauf- und Vermittlungsstrukturen zu stärken. Bund und Länder sollten Finanzmittel bereitstellen, um die Kommunen so in die Lage zu versetzen, mehr Verantwortung übernehmen zu können. Dazu müsste auch das Kooperationsverbot aufgehoben werden. Es sollte als föderale Gemeinschaftsaufgabe verstanden werden, Engagement und Partizipation zu fördern. Bund, Länder und Kommunen sollten an dieser Förderung beteiligt werden.

Download: Positionspapier Netzwerk Engagementförderung

Quelle: Website Selbsthilfe Niedersachsen
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