Integrationspreise für Jugendverbandsarbeit

180906 IntegrationspreisverleihungHannover, 06.09.2018. Bei der Preisverleihung des niedersächsischen Integrationspreises wurde deutlich, dass Organisationen der Jugendverbandsarbeit sich in großem Umfang engagieren.

Dieses Jahr stand die Ausschreibung des Preises unter dem Motto "Integration in Vereinswesen und Nachbarschaft", und Vereine, Initiativen und Institutionen, die sich in diesem Bereich engagieren, konnten sich bewerben oder vorgeschlagen werden. Bis zum offiziellen Einsendeschluss waren über 160 Vorschläge – darunter etliche Organisationen aus der Jugendarbeit – bei den Verantwortlichen eingegangen. Zwei der vier Integrationspreise gingen an Projekte der Jugendverbandsarbeit. Zusätzlich vergab das Bündnis "Niedersachsen packt an" noch einen Sonderpreis.

Die Jugendabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Heiningen der Samtgemeinde Oderwald wurde ausgezeichnet, da von den 14 aktiven Mitgliedern neun aus Migrant-inn-enfamilien stammen. Das Projekt "Unter Freunden – Projekt zur Partizipation und Inklusion geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Braunschweig und Umgebung" der Naturfreundejugend Braunschweig hat junge Menschen mit und ohne Zuwanderungshintergrund durch Patenschaften, Sport, Rap-Workshops, Deutschkurse und Ausflüge zusammengebracht. In beiden Gruppen sind durch das Zusammenkommen im Verein Bekanntschaften zustande gekommen und oft zu Freundschaften gewachsen. Diese beiden Preisträger/innen aus der Jugendarbeit zeichnen ein schönes Bild, wie sich Jugendgruppen und Jugendverbände in die Gesellschaft einbringen.

Oliver Ohm, Fachvorstand Vielfalt im Landesjugendring betont: "Die Öffnung der Angebote der Jugendarbeit für junge Geflüchtete und Jugendliche mit familiärer Migrationsgeschichte sind ein wichtiges Anliegen des Landesjugendrings und der Mitgliedsverbände. Wir sind froh über und stolz auf jede Jugendgruppe, die sich in dem Bereich engagiert. Zum Glück gibt es viele davon."

Eine Mitgliedschaft in Jugendverbänden ermöglicht identitätsbildende Zugehörigkeitserfahrungen, das Erleben von Demokratie, den Zugang zu Strukturen, das Knüpfen von Kontakten und das Erlernen von Interessenvertretung sowie die Entwicklung vieler Kompetenzen. Auch geflüchtete Jugendliche und Jugendliche mit (familiärer) Migrationsgeschichte werden durch Jugendverbände – darunter auch Vereinigungen junger Menschen mit Migrationsgeschichte – an Engagement herangeführt, welches sie oft für die Übernahme späterer gesellschaftlicher Verantwortung vorbereitet.

Ministerpräsident Stephan Weil betonte in seiner Rede, dass Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Er hat wiederholt gesehen, wie alle mit anpacken und es macht ihn stolz, wie viele Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte sich in Niedersachsen für ein gutes Ankommen und Zusammenleben einsetzen.

Quelle: Website Landesjugendring

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