Donnerstag, 9. September 2010

1775_Selbsthilfe-Büro_Niedersachsen 1775_Deutsche_Arbeitsgemeinschaft_Selbsthilfegruppen

In Niedersachsen engagieren sich ca. 270.000 Menschen in mehr als 5.000 Selbsthilfegruppen unterschiedlicher Themen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich.

In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Menschen, die von einem gleichen Problem oder einer gleichen Erkrankung betroffen sind und die zur Besserung ihrer Situation beitragen wollen. Die Aktivitäten richten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten (z. B. Behinderungen oder chronische Erkrankungen), psychischen oder sozialen Problemen (z. B. Arbeitslosigkeit oder Trauer) von denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gruppe - entweder selber oder als Angehörige - betroffen sind.

Selbsthilfegruppen wollen mit ihrer Arbeit keinen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld. In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit unterstützen sich die Mitglieder gegenseitig z. B. in gemeinsamen Gesprächen. Dabei profitieren die Mitglieder gegenseitig von den Erfahrung, den Fähigkeiten und dem Wissen der anderen. Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfer/innen geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich professionelle Hilfe zu bestimmten Fragestellungen hinzu.

Selbsthilfegruppen zeigen neue Wege, Probleme zu lösen oder zu erleichtern. Sie stellen einen wichtigen Bereich des freiwilligen Engagements dar, an dem sich jeder Mensch, der sich in einer Gruppe engagieren möchte, beteiligen kann.

30 regional arbeitenden Selbsthilfe-Kontaktstellen unterstützen durch Information, Beratung, verschiedene Dienstleistungen, Vernetzung und anderes mehr Selbsthilfegruppen, aber auch Interessierte und Betroffene. Wenn Sie Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe aufnehmen oder sich über Selbsthilfe informieren wollen, wenden Sie sich an eine der Selbsthilfe-Kontaktstellen in Ihrer Nähe.

Zu vielen Themen können Sie sich aber auch an einen Selbsthilfeverband wenden. Diese bieten ebenfalls Beratung und Unterstützung für Betroffene und Selbsthilfegruppen in ihrem Themenbereich an.