Folgen der Digitalisierung für die Jugendarbeit

190301 Digitale JugendarbeitHannover, 01.03.2019. Welchen Einfluss nimmt die Digitalisierung auf den Alltag der Jugendarbeit? Dieser Frage ist der Landesjugendring Niedersachsen nachgegangen.

Eine Gruppe von Jugendleiter*innen aus ganz Niedersachsen hat sich zusammen gesetzt und nach gemeinsamen Antworten gesucht. Mit dabei war auch Stefan Muhle, Staatssekretär für Digitalisierung im Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Nach einer kurzen Analyse wurden vier Problemfelder diagnostiziert, die bearbeitet werden sollten:

  1. Management im Ehrenamt,
  2. Datenschutz & Bildrechte,
  3. Medienkompetenz
  4. Gewinnung neuer Mitglieder und Teilnehmende

Für diese Herausforderungen wurden dann Lösungsstrategien erarbeitet, sowie in einem DesignSprint Lösungsideen erdacht und Räume für die Zukunft praktisch gestaltet.

Als Prototyp wurde in einer Arbeitsgruppe z.B. ein Datenrechte-Generator entwickelt – dieses Online-Tool soll passgenau datensensiblen Umgang für Einwilligungserklärungen von Teilnehmer-inne-n auf Ferienfreizeit, Veranstaltungen und weiteres mehr per Klick generieren. Damit soll eine rechtsverbindliche Grundlage im Umgang mit der DS-GVO realisiert werden.

Viele Jugendleiter*innen nutzen private Endgeräte und Cloudlösungen für den Datentransfer innerhalb ihrer Gruppen. Unter dem Punkt Cloudspeicherung wurde der Wunsch nach einer sicheren, teilbaren und dezentralen Speicherlösung für das Ehrenamt genannt. Auf einer Jugendarbeitscloud könnten dann auch Apps für Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden.

In einer anderen Gruppe stand das Thema Medienkompetenz im Fokus und es wurde über die Durchlässigkeit zwischen analoger und digitaler Lebenswelt diskutiert sowie der Prototyp einer utopischen Welt mit passgenauer technischer Ausstattung sowie ausreichenden Ressourcen für Qualifizierung entwickelt.

Rückblickend konnten sowohl die Teilnehmenden für ihr Ehrenamt als auch Staatssekretär Muhle, der zum Abschluss die Jugendarbeitscloud und ein Tool zum besseren Umgang mit der DS-GVO als Ansatzpunkte hervorgehoben hatte, einiges mitnehmen.

Quelle: Landesjugendring Niedersachsen

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