Selbsthilfegruppen stellen einen wichtigen Bestandteil des freiwilligen Engagements dar. Menschen mit Erkrankungen und sozialen Problemen unterstützen sich gegenseitig und helfen durch ihr Engagement sich und anderen.
"Selbsthilfegruppen sind freiwillige, meist lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie - entweder selber oder als Angehörige - betroffen sind.
Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld.
In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Authentizität, Gleichberechtigung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Gruppe ist dabei ein Mittel, die äußere (soziale, gesellschaftliche) und die innere (persönliche, seelische) Isolation aufzuheben. ..."
(Definition der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.V.)
Zur Unterstützung des Selbsthilfeengagements sind in ganz Deutschland innerhalb der letzten 20 Jahre mehr als 160 Selbsthilfe-Kontaktstellen entstanden. In Niedersachsen gibt es 30 Kontakt- und Beratungsstellen, die innerhalb ihrer Landkreise über Selbsthilfe informieren, die Entstehung und den Erhalt von Selbsthilfegruppen fördern und sichern und die Selbsthilfe mit den regionalen sozialen und gesundheitlichen Einrichtungen vernetzen. Landesweit wird die Selbsthilfe durch das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen fachlich unterstützt und vernetzt.
Seit 1991 unterstützt das Land Niedersachsen 22 niedersächsische Selbsthilfe-Kontaktstellen und das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen durch finanzielle Mittel. Dadurch fördert das Land das freiwillige Engagement in diesem Bereich und ermöglicht den Betroffenen, eigenverantwortlich zu Besserung ihrer persönlichen Situation beizutragen und anderen zu helfen.
Mehr Information über den Selbsthilfebereich in Niedersachsen erhalten Sie unter www.selbsthilfe-buero.de.
