Landesmedaille für vorbildliche Verdienste verliehen

Hannover, 01.03.04. "Vieles würde schlichtweg nicht funktionieren, gäbe es nicht eine große Zahl von Menschen, die sich für andere engagieren, ohne davon großes Aufheben zu machen oder gar eine Bezahlung zu verlangen", erklärte Sozialministerin Ursula von der Leyen am Donnerstag bei der Auszeichnung von elf Bürgerinnen und Bürgern mit der Verdienstmedaille des Landes für vorbildliche Verdienste um den Nächsten. Außerdem überreichte die Ministerin Pastor Dr. Hansjörg Bräumer aus Celle die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

"Vieles würde schlichtweg nicht funktionieren, gäbe es nicht eine große Zahl von Menschen, die sich für andere engagieren, ohne davon großes Aufheben zu machen oder gar eine Bezahlung zu verlangen", erklärte Sozialministerin Ursula von der Leyen am Donnerstag bei der Auszeichnung von elf Bürgerinnen und Bürgern mit der Verdienstmedaille des Landes für vorbildliche Verdienste um den Nächsten. Außerdem überreichte die Ministerin Pastor Dr. Hansjörg Bräumer aus Celle die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Die ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer im Alter von 40 bis 80 Jahren sind seit vielen Jahren in der Behinderten- und Ausländerbetreuung tätig, helfen pflegebedürftigen Angehörigen und wohnungslosen Menschen, unterstützen krebskranke Menschen und ihre Familien, engagieren sich für Jugendprojekte, Sportvereine oder hilfsbedürftige Menschen in Ländern der Dritten Welt.

Freiwillige und ehrenamtliche Arbeit gehöre zu den Kernelementen einer humanen Gesellschaft, betonte die Ministerin.
Fast jeder dritte Niedersachse übe ein Ehrenamt aus, sei in einer politischen Vereinigung oder arbeite in einer Selbsthilfegruppe mit. Dies zeige, dass ehrenamtliches Engagement alles andere als aus der Mode sei. Es sei aktueller und notweniger denn je. Ehrenamtliche Arbeit habe auch eine volkswirtschaftliche Dimension: Im Jahr 2001 habe das Volumen dieser für die Allgemeinheit erbrachten Leistung in Deutschland rund 17 Milliarden ? betragen.

"Ehrenamtliche Arbeit ist keineswegs billige Unterstützung in Zeiten leerer öffentlicher Kassen, wie häufig behauptet wird. Freiwillige und ehrenamtliche Arbeit gehört vielmehr zur den Kernelementen einer humanen Gesellschaft", erklärte von der Leyen. Wer ehrenamtlich tätig sei, sich für andere Menschen selbstlos einsetze, schenke etwas von seiner kostbaren Zeit, Kraft und Hoffnungen und beweise Solidarität, Teilhabe und Mitgefühl für andere. Dies sei etwas Sinngebendes.

"Bei allem Optimismus ist jedoch auch festzustellen, dass sich die Situation des Ehrenamtes insgesamt verändert hat. Es gibt zwar noch immer viele Menschen, die sich engagieren möchten, die sich aber nicht mehr dauerhaft an einen Verein oder ein Projekt binden wollen. Um die ehrenamtliche Arbeit aufzuwerten, müssen daher auch neue Organisationsformen und Rahmenbedingungen geschaffen werden", betonte die Sozialministerin.

Die Landesregierung unterstütze deshalb zum Beispiel die Qualifizierung und Weiterbildung für ehrenamtlich Tätige.
Mit einem landesweiten Freiwilligenserver im Internet habe die Landesregierung für einzelne Personen, aber auch Vereine, Verbände und Initiativen eine Plattform für den Austausch von Informationen, Terminen sowie die Möglichkeit zur Vernetzung geschaffen. Auch vorhandene Lücken im Versicherungsschutz für Ehrenamtliche seien inzwischen geschlossen worden. Hierzu habe die Landesregierung mit der VGH einen Rahmenvertrag geschlossen, der für ehrenamtlich Tätige einen Unfall und Haltpflichtversicherungsschutz gewährleistet, wenn privater oder öffentlicher Versicherungsschutz nicht greife.

Darüber hinaus würden freiwillige Initiativen zugunsten von Kindern und Familien im Rahmen des jetzt ausgelobten Landeswettbewerbs "Niedersachsen - Kinderland, Familienland" mit dem Niedersächsischen Familienpreis ausgezeichnet, erläuterte die Sozialministerin.

Mit der von Ministerpräsident Christian Wulff verliehenen Verdienstmedaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten wurden ausgezeichnet: Sabine Bartels, Angela Drescher, Christane Wiede und Eva Bodmann (alle Hannover), Jakob Bröckel (Lüneburg), Manfred Dobrinkat (Oberndorf, Landkreis Cuxhaven), Gerda Jans (Detern, Landkreis Leer), Petra Neumann (Wolfsburg), Heinz-Joachim Richter (Cuxhaven), Anneliese Ring (Northeim) und Annelore Steuwer (Belm bei Osnabrück).

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