Weiter zum InhaltZur Hauptnavigation

Das Ehrenamt - eine Herausforderung in der Pandemie

Osnabrück. Wie können Menschen unterstützt werden, die sich freiwillig für andere einsetzen? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Fachtags "Weiter geht´s! Motiviert im Ehrenamt!"

 

Die Corona-Pandemie stellt für viele Bereiche der Gesellschaft eine große Herausforderung dar – nicht zuletzt für das ehrenamtliche Engagement. Das Ehrenamtsmanagement des Landkreises Osnabrück, das Zentrum für ehrenamtliches Engagement an der Katholischen Landvolkhochschule Oesede und der Verein Rückenwind hatten den Fachtag "Weiter geht´s! Motiviert im Ehrenamt!"organisiert. Zahlreiche Vereine, Initiativen und hauptamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer von Ehrenamtlichen hatten an der Veranstaltung teilgenommen. In der Veranstaltung wurde der Blick darauf gerichtet, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das ehrenamtliche Engagement hat und wie eine Reaktivierung gelingen kann.

In einer Diskussionsrunde mit der Osnabrücker Landrätin Anna Kebschull und dem Sprecher der Bürgermeisterkonferenz Reinhard Scholz ging es nicht nur um Mitgliedermotivation und um die durch die Pandemie verstärkten finanziellen Engpässe. Vielmehr drehte sich das Gespräch auch um Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Nachwuchsgewinnung und die angemessene Wertschätzung für Ehrenamtliche. Wie wichtig deren Tätigkeit ist, unterstrich die Landrätin: "Wir wären eine ganz andere Gesellschaft ohne das Ehrenamt. Wir hätten ein ärmeres, weniger attraktives und weniger buntes Umfeld. Unsere Region gewinnt durch das Engagement an Lebensqualität, Werten, gesellschaftlichen Zusammenhalt, Spaß, Glück und Frieden."

Scholz unterstrich, dass gerade in der Pandemie die Bereitschaft, anderen zu helfen, besonders ausgeprägt gewesen sei. Allerdings: "Wir müssen aufpassen, dass wir das Ehrenamt nicht zu stark bürokratisieren, sondern hauptamtlich unterstützen, damit die Engagierten ihren Kopf frei für ihre Tätigkeiten haben."

Während des Fachtags wurden im Rahmen von Workshops zudem Projekte vorgestellt, die auch während der zurückliegenden Monaten funktioniert haben und zukunftsfähig sind. Gastreferenten kamen vom Kreissportbund, der Stabstelle und Freiwilligenagentur des Landkreises Leer, dem BDKJ-Regionalverband Osnabrück-Süd sowie der Freiwilligenagentur Bersenbrück. Der Fachtag war zudem der Startschuss für den Wettbewerb "Neue Projektideen fürs Ehrenamt". Die Bewerberinnen und Bewerber haben die Möglichkeit, ein Preisgeld von 1000 Euro (zweiter Preis: 500 Euro; dritter Preis: 300 Euro) zu gewinnen. Die Bewerbungsfrist endet am 15. November, danach wird der Gewinner durch Online-Voting ermittelt. Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Rahmenbedingungen einschließlich Projektantrag sind hier erhältlich.

QuelleWebsite Landkreis Osnabrück