In den ersten Januarwochenenden waren mehr als 5.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene als Sternsinger im Oldenburger Land unterwegs. Sie brachten den Segen in die Häuser und sammelten in 40 Pfarreien beeindruckende 650.000 Euro für Hilfsprojekte in rund 100 Ländern. Die endgültige Summe steigt noch, da weitere Spenden eingehen.
Jahr für Jahr setzen sich die Sternsinger für benachteiligte Kinder weltweit ein. Mit Kreide schreiben sie „C+M+B“ („Christus segne dieses Haus“) an Türen und bewahren einen jahrhundertealten Brauch. Bereits im Mittelalter zogen junge Menschen in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige durch die Städte.
Ein Beispiel für das starke Engagement ist St. Margaretha in Emstek: 207 Kinder und Jugendliche wurden von 81 Ehrenamtlichen begleitet. „Die Aktion ist großartig, weil sie mit einfachen Mitteln viel bewirkt: Freude für die Menschen, Segen für die Häuser und Unterstützung für Hilfsprojekte“, sagt Koordinatorin Agnes Beckmann.
Auch in Vechta, St. Mariä Himmelfahrt, war die Aktion ein Erfolg. In Oythe sorgte ein neues Organisationsteam dafür, dass mit 125 Sternsingern alle Straßen besucht wurden. „Viele Anwohner haben sich gefreut, besonders dort, wo in den letzten Jahren niemand geklingelt hat“, berichtet Mareike Meyer-Wilkens.
Die Sternsingeraktion verbindet Menschen über Konfessionen hinweg. Auch evangelische Christen, Angehörige anderer Religionen und Menschen ohne religiöse Bindung nehmen teil. Bei der 66. Aktion 2024 wurden deutschlandweit 46 Millionen Euro gesammelt. Seit 1959 kamen insgesamt 1,36 Milliarden Euro für benachteiligte Kinder weltweit zusammen.
