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Engagement braucht Struktur: Forderung nach Berücksichtigung im Sondervermögen Infrastruktur

Berlin. Zivilgesellschaft als Rückgrat der Demokratie – Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement appelliert an Finanzminister Klingbeil.

Symbolbild Geld übergeben

Mit einem geplanten Sondervermögen in Höhe von 500 Milliarden Euro will das Bundesfinanzministerium in den kommenden zwölf Jahren zentrale Zukunftsbereiche wie Infrastruktur, Klima und Digitalisierung stärken. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) begrüßt diese Initiative ausdrücklich – und fordert zugleich: Auch die Engagementstrukturen in Deutschland müssen Teil dieses Investitionsvorhabens werden.

In einem offenen Brief an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hebt das BBE hervor, dass bürgerschaftliches Engagement einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leistet. „Engagement kann ohne nachhaltig stabile Strukturen des Hauptamts nicht gedeihen“, warnt Dr. Lilian Schwalb, Geschäftsführerin des BBE. Ohne diese Strukturen drohe nicht nur ein Rückgang zivilgesellschaftlicher Aktivitäten – auch demokratische Teilhabe und gesellschaftliche Resilienz stünden auf dem Spiel.

Rund 30 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Ob in der Feuerwehr, im Sport, im Bildungsbereich oder in der Kultur – sie sind das Fundament einer aktiven Zivilgesellschaft. Doch bislang fänden die dafür nötigen Engagementstrukturen auf Bundesebene kaum Berücksichtigung in Gesetzesvorhaben, kritisiert das Netzwerk. Dabei sei der Zusammenhang zwischen einem lebendigen Engagement, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einer starken Demokratie wissenschaftlich belegt.

Das BBE plädiert daher für eine explizite Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements im Rahmen des neuen Sondervermögens. „Sie können direkt in gesellschaftlichen Fortschritt investieren“, so der Appell an den Minister. Es gehe um mehr als nur finanzielle Mittel – es gehe um das Vertrauen in Staat und Demokratie.

Download: Den vollständigen Brief des BBE können Sie hier herunterladen.

Quelle: Pressemitteilung BBE