Der im Juni veröffentlichte Monitor Unternehmensengagement 2025 liefert ein aktuelles und umfassendes Bild der Engagementlandschaft deutscher Unternehmen. Knapp 4.500 kleine, mittlere und große Betriebe wurden befragt, um Umfang, Formen, Beweggründe und Herausforderungen ihres Engagements zu erfassen. Dabei richtet die Studie besonderes Augenmerk auf die Rolle von Unternehmen bei der Förderung demokratischer Werte.
Die Ergebnisse zeigen: Unternehmen engagieren sich vielfältig – von Spenden über Freistellungen von Mitarbeitenden bis hin zu eigenen Projekten. Während kleinere Betriebe seltener Sachspenden oder Freistellungen leisten, setzen mittlere und große Unternehmen zunehmend auf strategisch verankerte Engagementprojekte. Auffällig ist zudem eine Verschiebung der Themen: Der Sport bleibt wichtigstes Feld, doch der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie der Klimaschutz haben deutlich an Bedeutung gewonnen. Engagement für Bildung und Erziehung tritt hingegen zurück.
Für viele Unternehmen wird gesellschaftliches Engagement zum personalpolitischen Instrument. Es steigert die Attraktivität als Arbeitgeber, bindet Beschäftigte und fördert Kompetenzen – Aspekte, die angesichts des Fachkräftemangels immer wichtiger werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass ein Bekenntnis zu demokratischen Werten zwar breite Zustimmung findet, konkrete Maßnahmen wie Statements oder Kampagnen aber noch selten sind.
Hürden bleiben bestehen: Bürokratische Anforderungen, steuerliche Unsicherheiten und fehlende Orientierung erschweren das Engagement. Besonders kleine Unternehmen wünschen sich niedrigschwellige Unterstützung und mehr öffentliche Anerkennung.
Der Monitor Unternehmensengagement 2025 bietet damit nicht nur Unternehmen, sondern auch Politik und Zivilgesellschaft wertvolle Impulse, um Kooperationen zu stärken und Rahmenbedingungen zu verbessern.
Zur Studie von ZiviZ im Stifterverband
Quelle: Website Ziviz
