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BBE fordert bessere Rahmenbedingungen für Engagement

Berlin. Positionspapier mahnt langfristige Förderung, weniger Bürokratie und stärkere Unterstützung der Zivilgesellschaft an

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) fordert gemeinsam mit zahlreichen Organisationen verlässliche Rahmenbedingungen für Engagement und die organisierte Zivilgesellschaft in Deutschland. Mit dem Positionspapier „Zivilgesellschaft stärken – Jetzt!“ appelliert das Bündnis an Bund, Länder und Kommunen, den gesellschaftlichen Wandel für Reformen zugunsten von demokratischer Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt zu nutzen.

Zu den Erstunterzeichnenden gehören Mitglieder des BBE-Koordinierungsausschusses, des Sprecher*innenrats und die Geschäftsführung des Netzwerks. Sie sehen die Handlungsfähigkeit vieler Vereine, Initiativen und Engagementstrukturen zunehmend gefährdet.

Das Papier warnt vor einer Destabilisierung zivilgesellschaftlicher Strukturen. Kurzfristige Förderprogramme, wachsende bürokratische Anforderungen und politische Unsicherheiten erschwerten vielerorts die Arbeit gemeinnütziger Organisationen. Dies schwäche nicht nur das Engagement vor Ort, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Widerstandsfähigkeit.

„Engagement ermöglicht Teilhabe, stärkt das Vertrauen in demokratische Prozesse und eröffnet Räume für gesellschaftliche Innovation und gemeinschaftliche Problemlösung“, betont BBE-Geschäftsführerin Dr. Lilian Schwalb.

Das Bündnis fordert deshalb langfristige und nachhaltige Förderstrukturen, den Ausbau einer verlässlichen Infrastrukturförderung sowie den Abbau bürokratischer Hürden. Darüber hinaus spricht es sich für ein bundesweites Engagementfördergesetz und ein Demokratiefördergesetz aus, um Demokratiearbeit, politische Bildung, Integration und gesellschaftliche Teilhabe dauerhaft abzusichern.

Die Bedeutung der Zivilgesellschaft unterstreicht ein begleitender Faktencheck: Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig, mehr als vier Millionen Beschäftigte arbeiten in gemeinnützigen Organisationen. Mit Ausgaben von rund 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht der gemeinnützige Sektor eine Wirtschaftskraft, die mit der Automobilindustrie vergleichbar ist. Zudem schreiben 79 Prozent der Bevölkerung der Zivilgesellschaft eine wichtige Rolle für das Funktionieren der Gesellschaft zu.

Zum Positionspapier

Quelle: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)