Für Katia Winkler stand nach dem Abitur fest, dass sie zunächst etwas Praktisches machen möchte. „Ich wollte Menschen helfen und direkt die Ergebnisse meiner Arbeit sehen“, erzählt die 20-Jährige. Da sie sich beruflich im sozialen oder medizinischen Bereich sieht, entschied sie sich für einen Bundesfreiwilligendienst bei den Johannitern.
Seit August vergangenen Jahres ist die Hildesheimerin im Hausnotruf-Einsatzdienst tätig. Auf die Stelle wurde sie im Internet aufmerksam. Besonders angesprochen haben sie der Bezug zum Rettungsdienst und die Möglichkeit, in verschiedene Bereiche hineinzuschnuppern.
Vor ihrem Start absolvierte sie einen Sanitätshelfenden-Kurs an der Johanniter-Akademie Niedersachsen/Bremen. Seitdem ist sie für Hausnotruf-Kundinnen und -Kunden in Stadt und Landkreis Hildesheim im Einsatz. „Meine Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich. Von der Blutzuckerkontrolle bis zum Sturz oder Herzinfarkt ist alles dabei. Jeder Dienst bringt neue Erfahrungen und ich kann Menschen helfen.“
Von Anfang an fühlte sich Katia im Team willkommen. „Schon in meiner ersten Schicht wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Bei Fragen oder nach bewegenden Einsätzen finde ich immer Unterstützung.“
Der Freiwilligendienst hat sie auch persönlich gestärkt. „Ich habe gelernt, dass ich mutiger bin als gedacht und auch in Einsätzen Ruhe bewahren kann.“ Deshalb verlängert sie ihren Dienst um sechs Monate und absolviert in dieser Zeit die Qualifikation zur Rettungssanitäterin. Danach kann sie sich eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin oder ein Studium der Hebammenwissenschaften vorstellen.
Katia kann den Freiwilligendienst nur empfehlen: „Wer nach der Schule gerne erstmal etwas Praktisches machen und erste Erfahrungen für das spätere Berufsleben sammeln möchte, liegt mit einem BFD genau richtig. Mir hat es sehr geholfen, meine Komfortzone zu verlassen und meine Grenzen kennenzulernen und ich habe so viele tolle Menschen getroffen.“
