Wer sich ehrenamtlich engagiert, sammelt nicht nur wertvolle Erfahrungen, sondern entdeckt manchmal auch seine berufliche Zukunft. Das zeigen die Lebenswege von Franco Mencaccini und Jens Owe Reese, die heute als Notfallsanitäter bei den Johannitern in der Region Hannover arbeiten.
Franco Mencaccini kam über den damaligen Sanitätszug des Johanniter-Ortsverbandes Deister zum Rettungsdienst. Während er zunächst als Kraftfahrzeugmechaniker arbeitete, engagierte er sich freiwillig im Sanitätsdienst. Aus diesem Ehrenamt entwickelte sich sein Beruf: Seit 1987 ist er im Rettungsdienst tätig, übernahm früh Führungsverantwortung und ist heute unter anderem für das Qualitätsmanagement im Nordhannoverschen Ortsverband zuständig. An den Ruhestand denkt er trotz fast vier Jahrzehnten im Dienst noch nicht – solange er fit ist, möchte er Menschen weiter helfen.
Auch Jens Owe Reese fand über freiwilliges Engagement seinen Weg. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr arbeitete er als Rettungssanitäter und unterstützte ehrenamtlich Sanitätsdienste. Seine Ausbildung zum Notfallsanitäter schloss er 2025 erfolgreich ab. Heute begleitet er junge Kolleginnen und Kollegen und unterstützt sie bei der Nachbereitung von Einsätzen. Besonders schätzt er die Vielfalt seines Berufs und den starken Teamgeist: Im Rettungsdienst müsse man sich jederzeit aufeinander verlassen können, denn am Ende gehe es immer um die Menschen.
Die beiden Beispiele zeigen eindrucksvoll, welche Perspektiven ehrenamtliches Engagement und Freiwilligendienste eröffnen können. Sie bieten die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln, Verantwortung zu übernehmen und den Grundstein für eine sinnstiftende berufliche Laufbahn zu legen.
