Gesundheit entsteht nicht allein in Arztpraxen oder Krankenhäusern. Auch das soziale Umfeld und die Möglichkeit, das eigene Lebensumfeld mitzugestalten, spielen eine wichtige Rolle. Das Gesunde Städte-Netzwerk hat deshalb mit der „Hannover Erklärung 2026“ gemeinsame Ziele für eine gesundheitsfördernde kommunale Entwicklung formuliert. Verabschiedet wurde die Erklärung im März 2026, veröffentlicht am 26. Mai.
Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche Chancengerechtigkeit, demokratische Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Eine besondere Bedeutung misst das Netzwerk dabei dem bürgerschaftlichen Engagement bei. Vereine, Initiativen, Wohlfahrtsverbände, Nachbarschaftsnetzwerke und engagierte Bürgerinnen und Bürger leisten demnach einen wichtigen Beitrag zu sozialer Stabilität und Gesundheitsförderung. Kommunen sollen diese Strukturen unterstützen und die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft stärken.
Auch die gemeinschaftliche Selbsthilfe wird als wichtige Säule hervorgehoben. Selbsthilfegruppen bieten Raum für gegenseitige Unterstützung, Erfahrungsaustausch und Solidarität. Das Netzwerk fordert deshalb verlässliche Rahmenbedingungen und eine stärkere Einbindung der Selbsthilfe in kommunale Gesundheitsprozesse.
Darüber hinaus sollen Bürgerinnen und Bürger stärker an der Entwicklung ihrer Städte und Gemeinden beteiligt werden. Kommunen werden als Orte verstanden, an denen demokratische Teilhabe unmittelbar erlebt werden kann.
Quelle: Gesunde Städte-Netzwerk
