Wo ein Mensch lebt, hat weiterhin großen Einfluss auf seine Chancen auf ein wirtschaftlich sicheres und gesundes Leben. Ein Förderprogramm setzt deshalb direkt in den Nachbarschaften an und unterstützt Projekte, die soziale Teilhabe verbessern und wirtschaftlich benachteiligte Menschen stärken.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere Kinder sowie Bevölkerungsgruppen, die überdurchschnittlich häufig von Armut bedroht sind. Dazu zählen Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern. Das Programm „Chancengleich in der Nachbarschaft“ will dazu beitragen, bestehende Unterschiede abzubauen und die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Gefördert werden Vorhaben, die unmittelbar im Wohnumfeld ansetzen und die betroffenen Menschen aktiv beteiligen. Dabei sollen bereits vorhandene Strukturen wie Nachbarschaftstreffs, Dorfgemeinschaftshäuser oder Angebote der Gemeinwesenarbeit genutzt werden. Erwünscht ist zudem eine enge Zusammenarbeit mit Vereinen, Kirchen, Initiativen und weiteren Akteuren vor Ort.
Wichtig ist, dass die Projekte nicht nur kurzfristige Angebote schaffen. Sie sollen möglichst langfristig wirken, bestehende Netzwerke stärken und Strukturen hinterlassen, die auch nach Ende der Förderung Bestand haben.
Die Einreichung der Projektanträge erfolgt in digitaler Form über die Online-Plattform: www.chancengleich.lag-nds.de
Benötigt werden unter anderem eine Projektbeschreibung, ein Kostenplan sowie Angaben zu den beteiligten Akteuren. Ganz wichtig: Bereits während der Bewerbung bietet die LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen eine fachliche Beratung zur Weiterentwicklung der Projektideen an.
