Unter dem Motto #GemeinsamStark stand am 16. September 2026 die gemeinschaftliche Selbsthilfe im Mittelpunkt. In Niedersachsen gibt es nach Angaben des Selbsthilfe-Büros derzeit schätzungsweise 8.000 bis 9.000 Selbsthilfegruppen zu mehr als 800 Themen. Durchschnittlich wird jeden Tag mindestens eine neue Gruppe gegründet.
Selbsthilfe lebt davon, dass Betroffene ihre Erfahrungen teilen, sich gegenseitig unterstützen und ihre Anliegen selbst in die Hand nehmen. Zusätzlich engagieren sich in Niedersachsen überwiegend ehrenamtlich Menschen in mehr als 100 Selbsthilfe-Landesorganisationen. Inzwischen gibt es zudem in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt eine Selbsthilfe-Kontaktstelle. Sie beraten Interessierte, vermitteln in bestehende Gruppen und begleiten Neugründungen.
Der Bedarf an Unterstützung wächst. Besonders bei psychischen Erkrankungen und Belastungen verzeichnen die Selbsthilfe-Strukturen nach Angaben des Büros seit Jahren eine steigende Nachfrage. Gleichzeitig nehmen der Beratungsaufwand und die Anforderungen an die Kontaktstellen zu. Deshalb seien ausreichend qualifizierte Fachkräfte und verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen notwendig.
2026 ist für die niedersächsische Selbsthilfe zugleich ein Jubiläumsjahr: Die Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfe-Kontaktstellen besteht seit 40 Jahren, das Selbsthilfe-Büro Niedersachsen und die Landesförderung der Selbsthilfe-Unterstützung seit jeweils 35 Jahren. Unter dem Motto „Selbsthilfe – Gemeinschaft finden. Unterstützung leisten. Demokratie leben.“ finden dazu verschiedene Veranstaltungen statt. Höhepunkt ist ein landesweiter Selbsthilfe-Kongress am 13. November 2026 in Hannover.
Quelle: Selbsthilfe-Büro Niedersachsen
