Wo ein Mensch lebt, hat weiterhin großen Einfluss auf seine Chancen auf ein wirtschaftlich sicheres und gesundes Leben. Das Förderprogramm „Chancengleich in der Nachbarschaft“ setzt deshalb unmittelbar im Wohnumfeld an. Unterstützt werden Projekte, die soziale Teilhabe verbessern und wirtschaftlich benachteiligte Menschen stärken.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere Kinder sowie Bevölkerungsgruppen, die überdurchschnittlich häufig von Armut bedroht sind. Dazu gehören Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern. Ziel ist es, bestehende Benachteiligungen abzubauen und die Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern.
Gefördert werden Vorhaben, die direkt in den Quartieren und Nachbarschaften ansetzen und die Menschen vor Ort aktiv einbeziehen. Dabei sollen vorhandene Strukturen wie Nachbarschaftstreffs, Dorfgemeinschaftshäuser oder Angebote der Gemeinwesenarbeit genutzt und weiterentwickelt werden.
Eine wichtige Rolle spielen dabei Vereine, Kirchen, Initiativen und andere lokale Akteure. Ihre Zusammenarbeit soll dazu beitragen, vorhandene Netzwerke zu stärken und neue Kooperationen entstehen zu lassen.
Die Förderung ist ausdrücklich auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: Die Projekte sollen nicht bei einzelnen Aktionen stehen bleiben, sondern möglichst dauerhafte Strukturen schaffen, die auch nach Ende der Förderung weiterwirken.
Die Einreichung der Projektanträge ist noch bis zum 6. Oktober möglich. Sie erfolgt in digitaler Form über die Online-Plattform: www.chancengleich.lag-nds.de
Benötigt werden unter anderem eine Projektbeschreibung, ein Kostenplan sowie Angaben zu den beteiligten Akteuren. Ganz wichtig: Bereits während der Bewerbung bietet die LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen eine fachliche Beratung zur Weiterentwicklung der Projektideen an.
