Anreize schaffen für Ehrenamt

191213 Paritätischer2Hannover, 13.12.2019. Der Paritätische Wohlfahrtsverband sieht Überlegungen für ein soziales Pflichtjahr kritisch und fordert mehr Anreize für freiwilliges Engagement.

Gerade junge Menschen sind in hohem Maße bereit dazu, sich zu engagieren und dabei auch viel Verantwortung zu übernehmen. sagt Birgit Eckhardt, die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen e.V. Es ist aber eine große Herausforderung, die Bereitschaft der jungen Generation in ein stetiges Ehrenamt zu überführen, wie es in unserer traditionell von Vereinen geprägten Gesellschaft gewünscht wird.

Eckhardt weiter: "Wir erwarten von jungen Erwachsenen eine hohe Flexibilität, ob bei der Suche nach einem Studien- oder Arbeitsplatz oder angesichts der zunehmenden Wohnungsnot. Wir müssen also ehrenamtliches Engagement auch für Menschen möglich machen, die sich nur unregelmäßig oder kurzzeitig einbringen können. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass neue Formen der Arbeit nicht zu einer Entgrenzung von Arbeitszeit und erwarteter Verfügbarkeit führen. Ein Ehrenamt muss auch in Zeiten der Digitalisierung neben der Arbeit noch möglich sein."

Für viele Mitgliedsorganisationen des Paritätischen ist die Zukunft des Ehrenamts angesichts des demografischen Wandels eine existenzielle Frage: Viele verdiente Ehrenamtliche ziehen sich aus Altersgründen aus ihren Ämtern zurück, gleichzeitig mangelt es an Nachwuchs. Der Paritätische sucht deshalb gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen nach neuen Wegen, kurzfristiges Engagement genauso wie die verbindliche Übernahme eines dauerhaften Ehrenamts möglich und attraktiv zu machen.

Quelle: Website Paritätischer

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