16 neue Pflegebegleiter für den Landkreis Emsland

Meppen, 17.06.2008. Pflegende Angehörige erhalten die Möglichkeit, ehrenamtliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. In den vergangenen Monaten ließen sich 16 Personen im Landkreis Emsland zu Pflegebegleitern ausbilden und erhielten nun ihre Zertifikate.

Pflegende Angehörige leisten wertvolle Arbeit. Sie bilden deutschlandweit den größten Pflegedienst. Pflegebegleiter bieten Unterstützung an, in der der pflegende Angehörige im Mittelpunkt steht. Sie führen Gespräche mit ihnen und entwickeln gemeinsam mit den Angehörigen Ideen und Möglichkeiten, wie Unterstützung im Pflegealltag geschehen kann. Hierzu gehören Angebote wie ambulante Pflegedienste, Selbsthilfegruppen, Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen oder Besuchsdienste. Wichtig sei aber vor allem, dass die Pflegebegleiter ein offenes Ohr mitbrächten und die pflegenden Angehörigen in ihrer Arbeit bestärkten. "Da sein, zuhören und vermitteln, das sind die Aufgaben der Pflegebegleiter", erläutern die für das Projekt zuständigen Landkreismitarbeiterinnen Heike Baalmann und Marlen Mensen.

2220_LT"Ich selbst hätte mir damals, als ich gepflegt habe, ein offenes Ohr gewünscht. Und jemanden, der mir in Ruhe erklärt, welche Möglichkeiten ich habe", erklärt eine Teilnehmerin ihre Gründe, sich zur Pflegebegleiterin ausbilden zu lassen. Wie alle Teilnehmer verfügt sie über eigene Pflegeerfahrungen. Viele von ihnen haben selbst die Situation erlebt, einen nahen Angehörigen zu pflegen. Einige sind auch hauptberuflich als Krankenschwester oder Altenpflegerin aktiv. Um pflegende Angehörige zu unterstützen, haben sich die Pflegebegleiter über drei Monate intensiv fortbilden lassen. Neben theoretischen Einheiten über rechtliche Grundlagen, Gesprächsführung, Werte und Krankheitsbilder im Alter wurden mit der Palliativstation im Kreiskrankenhaus Sögel und der Einrichtung St. Katharina für Demenzkranke in Thuine zwei Pflegeeinrichtungen im Landkreis Emsland besucht. Ferner bereiteten sich die Ehrenamtlichen im Rahmen eines Praktikums auf ihren Einsatz vor.

"Ich freue mich, dass sie durch ihr Engagement die Pflege Zuhause unterstützen und so ihren Beitrag zur Lebensqualität der pflegenden Angehörigen sowie der Pflegebedürftigen im Landkreis Emsland leisten wollen", sagt Sozialdezernentin Henni Krabbe vom Landkreis Emsland bei der Übergabe der Zertifikate. Diese bescheinigen die Teilnahme an dem bundesweiten Modellprogramm "pflegeBegleiter", das durch die Spitzenverbände der Pflegekassen getragen wird. Die Pflegebegleiter aus Haselünne, Meppen, Twist, Sögel, Bawinkel und Salzbergen sind ab sofort im Einsatz und können von interessierten pflegenden Angehörigen eingeladen werden. Vermittelt werden sie über die Beratungsagentur für Pflege beim Landkreis Emsland.

Weitere Informationen bei Marlen Mensen, Beratungsagentur für Pflege (Telefon: 05931/44-2254 und Email: marlen.mensen@emsland.de) und bei Heike Baalmann, Geschäftsstelle zur Stärkung des Ehrenamtes (Telefon: 05931/44-1365 und Email: heike.baalmann@emsland.de).

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