NABU Landesvorstand beim Umweltminister

Hannover/Golmbach, 21.04.2004. Der Landesvorstand des NABU Niedersachsen und Umweltminister Hans-Heinrich Sander trafen sich zu einem Arbeitstreffen auf dem Hof Sander in Golmbach. Gesprochen wurde über die Erhaltung des Niedersächsischen Naturerbes und das Engagement der ehrenamtlichen Helfer.

Folgende aktuelle umweltpolitische Themen wurden während des Arbeitstreffen vom NABU Landesvorsitzenden Hans-Jörg Helm und Umweltminister Hans-Heinrich Sander besprochen:

Die von Minister Sander ergriffene Initiative zu mehr "Natur erleben" wurde vom NABU Niedersachsen begrüßt. Man war sich einig, dass es gilt das Niedersächsische Naturerbe zu erhalten und zu bewahren. Hans-Jörg Helm, NABU Landesvorsitzender betonte: "Jedes Tier reagiert sofort mit Flucht, wenn ein Mensch sein Auto verlässt. Deshalb sind Schutz- und Ruheräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten unbedingt notwendig. Nur wenn in Niedersachsen die Natur und Landschaft sich in ihrer Schönheit und Vielfalt in Ruheräumen entwickeln kann, werden sich noch mehr Menschen auch für ihren Schutz einsetzen." Sander ergänzte: "Die Bürger haben ein Recht zu erfahren, was wir mit den Steuer- und Abgabengeldern für Umwelt und Natur tun. Sie sollen die Natur und zum Beispiel die Erfolge des Vertragsnaturschutzes sehen können."

Viele der 250 NABU Gruppen in Niedersachsen bieten bereits heute eine Vielzahl von Naturerlebnisangeboten, pflegen dazu Flächen und setzen sich für den Schutz und Erhalt gefährdeter Tierarten ein. Dieses alles unter dem Primat der "Naturverträglichkeit". Grundsätzlich, so unterstrich Helm, zeigen die Erfahrungen des NABU mit Naturerlebnisangeboten für die Öffentlichkeit, dass eine Besucherlenkung und Besucherinformation wichtig sei, die von den ehrenamtlichen Mitgliedern angeboten werde. Der NABU sprach sich für ein verbessertes Informationsangebot zu den Naturerlebnismöglichkeiten in Niedersachsen aus.

"Für die Niedersächsische Landesregierung hat die Arbeit von Ehrenamtlichen einen hohen Stellenwert", betonte der Minister. Diese zeige sich auch - darin waren sich NABU Landesvorstand und der Minister einig - in dem neuen Niedersachsenpreis für Bürgerengagement. Hans-Jörg Helm: "Wer bürgerschaftliches Engagement will, darf diesem auch in Zeiten schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen nicht den Rücken brechen. Die überproportionale Kürzung bei den Umweltverbänden im Vergleich zu anderen Verbänden im Bereich des Sports und der Wohlfahrtsverbände ist hier das falsche Signal." Sander machte deutlich, dass es bei den geplanten Kürzungen nicht um die Mittel für konkrete Naturschutzverbände, sondern um diejenigen für die Landesverbände gehe. "Wir trauen den Menschen vor Ort mehr zu als andere. Also macht es Sinn, konkrete Umweltschutzprojekte zu fördern." So manche Tier- und Pflanzenart wäre heute bereits aus unserer Kulturlandschaft verschwunden - vom Steinkauz bis zur Orchidee, vom Kranich bis zur Schleiereule, wenn das Heer der Ehrenamtlichen nicht in so vielen Projekten aktiv wäre, so Helm weiter.

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