Corona-Selbsthilfe in den Anfängen

200828 Logo Selbsthilfe & CoronaBerlin, 28.08.2020. Zahlreiche Menschen sind an Covid-19 erkrankt und haben auch Monate nach der Infektion noch Beschwerden. Wie machen Betroffene auf ihre Situation aufmerksam, wie tauschen sie sich aus?

Viele Menschen sind von der Corona-Pandemie betroffen. Einige sind an COVID-19 erkrankt und müssen sich mit den Langzeitfolgen der Erkrankung auseinandersetzen. Andere sind wirtschaftlich, psychisch und/oder sozial durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet.

Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle (NAKOS) hat zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen nachgeforscht, wie die Betroffen auf ihre Situation aufmerksam machen und untereinander austauschen und gegenseitig unterstützen. Die NAKOS hat die Ergebnisse dokumentiert und in einem Artikel veröffentlicht. Hier Ausschnitte:

Covid-19-Langzeiterkrankte rücken in den Blick der Medien
Jede*r zehnte Covid-19-Erkrankte hat vier Wochen nach der Infektion weiter Beschwerden, so eine Studie. Diese Langzeiterkrankten hoffen auf Genesung und, solange diese ausbleibt, von ihren Angehörigen und behandelnden Ärzt*innen mit ihrem Leid ernstgenommen zu werden. Sie rücken zunehmend in den Blick der Fernsehsender und Zeitungen, die einzelne Langzeiterkrankte in ihrer Situation vorstellen.
Jüngst berichtete etwa die ARD über einen Sportlehrer und Extremsportler ohne Vorerkrankung, der fast vier Monate nach der Infektion immer wieder unter Kreislaufproblemen, Schwindelattacken und Schwächeanfällen leidet.

Erste Gruppengründungen zu psychischen und sozialen Belastungen
Der NAKOS sind gegenwärtig keine Selbsthilfegruppen von Covid-19-Langzeiterkrankten bekannt, die sich persönlich treffen und nicht nur digital. Persönliche Gruppentreffen dürften aktuell auch nur schwer zu verwirklichen sein. Die Hygieneempfehlungen für Gruppentreffen, die seit den Lockerungen erarbeitet wurden, schließen aus guten Gründen ja gerade die Teilnahme von Personen mit Krankheitssymptomen aus.

Selbsthilfekontaktstellen bringen Betroffene zusammen
Die rund 300 Selbsthilfekontaktstellen in Deutschland haben das fachliche Know-how und oft jahrzehntelange Erfahrung, Betroffene mit gesundheitlichen und sozialen Anliegen und Problemen zusammenzubringen. Aktuell entwickeln sie neue Methoden für die Vernetzung Betroffener während der Corona-Pandemie.

Download: Gesamtartikel "Corona-Selbsthilfe in den Anfängen"

Hintergrund
Als bundesweite Anlaufstelle für Fragen zur Selbsthilfe und Selbstorganisation von Betroffenen bündelt die NAKOS Informationen über bestehende Selbsthilfegruppen zu Corona im deutschsprachigen Raum und vernetzt Betroffene miteinander.Wenden Sie sich mit Ihren Anliegen, Fragen und Hinweisen daher gerne direkt an uns:selbsthilfe@nakos.de

Quelle: Website NAKOS

Signet: Selbsthilfe-Büro Niedersachsen

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