Dorf-FSJ: Junge Freiwillige als Allrounder

190827 Dorf FSJlerDuderstadt, 27.08.2019. Das Programm "Freiwilligendienst Daseinsvorsorge" will Versorgung und Teilhabe verbessern. Die sogenannten "Dorf-FSJler"sind im Eichsfeld bereits nicht mehr wegzudenken.

Vier FSJler, die jeweils ein bis zu 12 Monate dauerndes Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert haben, berichteten jetzt von ihren Erfahrungen:

Großer Beliebtheit erfreuen sich die monatlichen Frühstückrunden für Senioren. Die Freiwilligen helfen außerdem bei der Tagesbetreuung von Seniorinnen und Senioren, bieten Spielkreise oder Kinderbastelrunden an und organisieren Ausflüge. "Ich habe noch nie ein Busunternehmen angerufen, jetzt weiß ich, wie das geht", berichtet Alida-Maria Dornieden. "Wir haben etwa eine Stockmacherei besucht", ergänzt Lennard Stange.
Bei Cornelius Böning, der sein Dorf-FSJ auch dazu nutzte, um die Arbeit als Erzieher in der Kita kennenzulernen, ist der Funke übergesprungen. Er will Erzieher werden. Lena Günther, mit 19 die jüngste Absolventin, startet eine Ausbildung zur Ergotherapeutin, Lennard Stange schwankt noch zwischen Erzieher oder Grundschullehrer, Alida-Maria Dornieden zieht es in den Bereich Kommunikation.
Gefragt, was das Dorf-FSJ so besonders macht, antwortet Alida-Maria Dornieden: "Weil man mit Menschen jeglichen Alters zu tun bekommt. Diese große Vielseitigkeit macht den Reiz aus."

Hintergrund: Modellprojekt in Duderstadt und Gieboldehausen
Die Caritas stellt sich den immer größer werdenden Herausforderungen des demografischen Wandels in der Region. Das Modellprojekt trägt den Titel "Dorf-FSJler, Dorf-BFDler und Flüchtlingstandems zur Verbesserung der sozialen Daseinsvorsorge im Eichsfeld". Am Projekt beteiligen sich 16 Ortschaften aus Duderstadt und Gieboldehausen. Sie werden durch fünf Freiwilligen unterstützt, die in den Monaten August und September ihre Arbeit aufnehmen.

Das Projekt soll in den Orten die Schnittstelle zwischen Gemeinwesenarbeit und ambulanter Versorgung erproben und weiterentwickeln. Ziel ist es, die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den beteiligten Dörfern langfristig zu verbessern und ein Konzept zu schaffen, welches sich anschließend auf andere Ortsverbände und Dorfgemeinden übertragen lässt.

Quelle: Website Caritasverband Südniedersachsen

Foto: Schlensok / Caritas Hildesheim

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