Wir reden über das Grundgesetz – Inklusion ist Demokratie

210712 Materialien zum Grundgesetz.pngBraunschweig, 12.07.2021. Der erste Teil einer bewusst niedrigschwelligen Veranstaltungsreihe der Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. wurde erfolgreich abgeschlossen.

"Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." So steht es im deutschen Grundgesetz. Doch entspricht dies auch den Tatsachen? Und ist es wirklich so, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt wird? Darüber diskutierten vom März bis Juni 2021 bis zu 25 Personen bei insgesamt fünf Online-Veranstaltungen in der Reihe "Wir reden über das Grundgesetz".

"Menschenwürde", "Rassismus", "Inklusion", "europäische Einigung" und "Wahlen" – das waren die Themen der bewusst niedrigschwellig gehaltenen Veranstaltungen, an denen Menschen aus der Stadt Braunschweig und dem Landkreis Wolfenbüttel, aber aus anderen Städten und Landkreisen Niedersachsens teilnahmen. Auf Augenhöhe diskutierten Vorstandsmitglieder der Behindertenbeiräte Wolfenbüttel und Wolfsburg mit Angehörigen der queeren Community. Der Braunschweiger Schriftsteller Luc Degla unterhielt sich mit Aktivist*innen von Migrantenselbsthilfeorganisationen. Und Kund*innen der Lebenshilfe Braunschweig sprachen mit einem Vertreter der Europa-Union Niedersachsen. Auch Mitglieder verschiedener demokratischer Parteien nahmen an den Veranstaltungen teil.

Detlef Huhnholt, stellvertretender Beisitzer des Behindertenbeirates Wolfsburg, sagte bei der vorerst letzten Veranstaltung, dass "Demokratie bei freien Wahlen" anfange, "die Sorgen und Nöte der heutigen Generationen jedoch ignoriert" würden, "weshalb viele Wahlberechtige ihre Bedürfnisse nicht im Alltagsgeschäft der Politik behandelt" fänden. Politische Bildung müsse schon bei Schüler*innen anfangen, insbesondere bei solchen aus den ärmeren Wohnvierteln, um gerade junge Menschen zu motivieren, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Insgesamt müsse es das Ziel sein, mehr Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen in politische Gremien zu bringen – das gelte für Frauen genauso wie für Handwerker*innen.

Das Fazit der Veranstaltungsreihe: Inklusion ist essentiell wichtig für die Demokratisierung der Gesellschaft. Dies gelte für die Stadtplanung genauso wie für den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Für den Herbst ist eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe angedacht – idealerweise, wenn es die Corona-Lage zulässt, als Präsenzaktionen z.B. in Einrichtungen (z.B. Volkhochschulen, Lebenshilfe, Neuerkerode) in Wolfenbüttel und Braunschweig.

Das Projekt "Wir wollen Demokratie" wird gefördert von der Aktion Mensch.

Quelle: Website Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport

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