Wachsen beim Dienst am Nächsten

210629 FSJlerin im HospitalOsnabrück, 28.06.2021. Seit nunmehr 60 Jahren gibt es den Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück. Acht Frauen waren die ersten und der Anfang einer großen Erfolgsgeschichte.

"Jakis" nannten sich die ersten acht Freiwilligen – alles Frauen: 1961 wurde der Freiwilligendienst als "Jahr für die Kirche" aus der Taufe gehoben. Der Osnabrücker Bischof Helmut Wittler hatte dazu aufgerufen, in einem "Jahr für den Nächsten" in sozialen Einrichtungen zu arbeiten.

60 Jahre später sind aus den acht Beginnerinnen insgesamt 5.500 Freiwillige geworden – Männer und Frauen. Zum Freiwilligen Sozialen Jahr kam vor zehn Jahren der Bundesfreiwilligendienst (BFD) hinzu. Die Freiwilligen von FSJ und BFD arbeiten in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Kindertagesstätten, Bildungshäusern und Bistumsschulen.

Es gibt aber auch Stellen in Kirchengemein-den, Dekanatsjugendbüros, Einrichtungen der Jugendhilfe, Einrichtungen der Wohnungslosen- und Suchthilfe und vielen weiteren Bereichen. Es ist also eine bunte Palette an Tätigkeiten, die junge Leute im Freiwilligendienst leisten können.

Auf die 400 Plätze, die jedes Jahr zur Verfügung stehen, kommen etwa 700 Bewerbungen. "Das zeigt die große Bereitschaft zum sozialen Engagement in dieser Generation", so Ulrich Beckwermert, Generalvikar des Bistums Osnabrück. Dabei profitieren von diesem Dienst sowohl die Freiwilligen, wie auch die, die sie beschäftigen. Die Einsatzstellen erhalten Unterstützung und können junge Menschen von ihrer Arbeit begeistern – viele haben durch ihr FSJ oder den BFD ihren Berufs-wunsch geändert und sind jetzt im sozialen Bereich tätig.

Die Freiwilligen haben die Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln und beruflich zu orientieren. Sie werden begleitet, ernstgenommen, lernen Verantwortung zu übernehmen, machen erste Schritte ins Arbeitsleben und schließen Freundschaften. Eigentlich genügend Motive, sich für einen Freiwilligendienst zu bewerben.

Das dachte sich auch Mandy Koop. Die 20-Jährige hatte schon in der Schulzeit den Wunsch, Medizin zu studieren. Im Freiwilligendienst im Bonifatius-Hospital in Lingen wollte sie ausprobieren, ob dieses Studium wirklich das richtige ist – und fühlt sich nach dem knappen Jahr in der Klinik bestärkt. Sicher gab es auch Herausforderungen und die Arbeit war nicht immer einfach. Aber sie wurde gut begleitet, konnte sich mit anderen Freiwilligen, den Leuten aus dem Krankenhaus und dem Team der Arbeitsstelle des Bistums besprechen. "Man kann an seine Grenzen stoßen, aber dadurch entwickelt man sich auch weiter", sagt die 20-Jährige.

Ann-Cathrin Röttger, die Leiterin der Arbeitsstelle Freiwilligendienste im Bistum Osnabrück, freut sich auf das Doppeljubiläum und auf das Programm, das dazu organisiert wurde. "Natürlich hätten wir gerne einen großen Festakt gefeiert mit einer Party. Aber das geht wegen der Corona-Pandemie nicht." Dafür werde es viele digitale und dezentrale Aktionen geben: Auch gibt es digitale Möglichkeiten für ehemalige Freiwillige, sich zu treffen und zu vernetzen, etwa ein Padlet, ein "Schwarzes Brett" im Internet.Es gibt also viel zu entdecken – beim Jubiläum, wie auch beim Freiwilligendienst im Bistum Osnabrück an sich. Und das bleibt auch so – mindestens für die kommenden 60 Jahre.

Quelle: Website Bistum Osnabrück

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