Umfrage: Ehrenamt unter Corona-Bedingungen

210215 Corona MontageGeorgsmarienhütte, 16.02.2021. Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das ehrenamtliche Engagement hat, wollte der Verein Rückenwind von Engagierten wissen.

Dazu startete er in Zusammenarbeit mit dem Ehrenamtsmanagement des Landkreises Osnabrück und der KLVHS Oesede eine Online-Umfrage, an der sich rund 150 Personen beteiligt haben. Die Ergebnisse wurden jetzt veröffentlicht.

15 Prozent der Befragten haben in der Umfrage beklagt, das ehrenamtliche Engagement sei in ihrem Umfeld völlig zum Erliegen gekommen. Dagegen spricht eine kleine Gruppe auch von einer "neuen Aktivierung" aufgrund der bestehenden Herausforderungen. Das wurde vor allem auf die Einrichtung von Hilfsangeboten während des Lockdown für Angehörige von Risikogruppen bezogen, wie es beispielsweise bei Einkaufshilfen der Fall gewesen sei.

"Wir wollten auch wissen, ob man anlässlich von Kontaktbeschränkungen neue digitale Wege erprobt hat", hebt Peter Klösener, Vorsitzender des Vereins Rückenwind für Bürgerengagement im Osnabrücker Land e.V. - wie der Verein mit vollständiger Bezeichnung lautet, hervor. Das hätten zwei Drittel der Befragten positiv beantwortet. Und es sei deutlich geworden, dass die Nutzung digitaler Möglichkeiten nicht nur etwas für jüngere sei: Über 60 Prozent der über 60-jährigen und 50 Prozent der über 80-jährigen hätten angegeben, dass sie digitale Kommunikationsmittel genutzt hätten. Das deutlich wichtigste Medium war dabei die Videokonferenz, gefolgt von Social Media und Messenger-Diensten.

Hürden bei der Nutzung digitaler Kommunikationsmittel stellen nach Aussage der Befragten vor allem die Qualität der Internet-Verbindung und die Unerfahrenheit der Nutzer dar. Als Wünsche für eine Unterstützung wurden vor allem Informationen, wie digitale Kommunikation genutzt werden kann, und finanzielle Förderung u.a. zur Anschaffung von entsprechender Hardware benannt.

"Mit der Umfrage wollen wir nicht nur den Status quo beschreiben", macht Peter Klösener deutlich. Auf der Basis der Ergebnisse wolle man als Verein Rückenwind auch Impulse geben, wie das ehrenamtliche Engagement grundsätzlich, besonders aber in einer solchen Ausnahmesituation unterstützt werden könne.

Dazu gibt der Verein in seiner Veröffentlichung abschließend auch eine Reihe von Anregungen. Jede Herausforderung, die anfangs als Problem wahrgenommen werde, biete auch die Chance, sich neu zu profilieren. Zudem seien ältere Mitbürger und ältere Engagierte nicht "automatisch" für Formen der digitalen Kommunikation unerreichbar. Bei entsprechender Hinführung und Begleitung könnten auch sie diese Formen als Bereicherung für ihr Agieren erleben.

Letztlich ist durch die Umfrage deutlich geworden, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur nicht nur für die formale Bildung und die Wirtschaft von hoher Bedeutung sei. Sie stelle vielmehr auch für das bürgerschaftliche Engagement eine wichtige Voraussetzung dar.

Quelle und Zusammenfassung der Ergebnisse der Umfrage zum Download: Website Rückenwind für Bürger


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