Mehrheit im EU-Parlament für ein Recht auf Reparatur

201203 Logo Runder Tisch ReparaturBrüssel/Berlin, 03.12.2020. Ein wichtiger Schritt im Einsatz für das "Recht auf Reparatur" wurde vergangene Woche durch eine Entscheidung des Europäischen Parlaments gemacht.

Die Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament verabschiedeten einen Bericht zu nachhaltigen Produkten, der unter anderem ein Kennzeichnungssystem zur Reparaturfreundlichkeit umfasst.

395 von 696 Abgeordneten stimmten am Mittwoch für einen Bericht zu nachhaltigen Produkten des französischen Europaabgeordneten David Cormand (Grüne/EFA). Darin enthalten sind Vorschläge gegen vorzeitige Obsoleszenz (Veralterung) von Geräten.

Die EU-Kommission hat die Förderung nachhaltiger Produkte in der EU und die Stärkung der Verbraucherrechten für eine grüne Transformation der Wirtschaft zu Prioritäten ihres "Green Deal" gemacht. Mit der heutigen Abstimmung sichert das EU-Parlament der Europäischen Kommission nun seine volle Unterstützung zu, um die Entwicklung von Gesetzen voranzutreiben, mit denen die Lebensdauer von Produkten wie Smartphones und Laptops verlängert werden soll.

"Die Abstimmung zeigt, dass Maßnahmen für das Recht auf Reparatur durch Meinungsumfragen, aber auch durch das Europäische Parlament unterstützt werden. Die Europäische Kommission muss nun diese Dynamik nutzen und 2021 ein Kennzeichnungssystem für die Reparierbarkeit von elektronischen Geräten sowie Reparierbarkeitsstandards für Computer vorschlagen", erklärte Chloé Mikolajczak, Sprecherin der "Right to Repair-Kampagne".

"Mit dieser Entscheidung macht das Europäische Parlament seinem Ruf alle Ehre, ehrgeizig und lautstark für die Rechte der Verbraucher*innen einzutreten und sich trotz starker politischer Spaltung für das Recht auf Reparatur einzusetzen. Sie ebnet auch den Weg für Europa, auf nationalen Initiativen wie dem französischen Reparaturindex oder Steueranreizen für Reparatur, wie es sie zum Beispiel in Österreich gibt, aufzubauen, um das Recht auf Reparatur in Europa real werden zu lassen", erklärt Katrin Meyer, Koordinatorin des "Runden Tisch Reparatur".

Quelle: Website Reparatur-Initiativen


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