Region Hannover baut Hausbesuchsprogramme aus

200827 InformationsmaterialienHannover, 27.08.2020. Wegen der enorm guten Resonanz verstetigt die Regionsversammlung Hannover das Projekt "Bin da! Gemeinsam durch das erste Lebensjahr".

"So früh wie möglich helfen – bevor gravierende Probleme auftreten: Darum geht es in dem präventiven Hausbesuchsprogramm "Bin Da", das in die Netzwerke der Frühen Hilfen in den Kommunen eingebunden ist. Vom Telefonat bis hin zu regelmäßigen Hausbesuchen – je nach Bedarf entlasten geschulte Ehrenamtliche des Projekts die Familien in der ersten frühen Phase ihrer Elternschaft.

"Die Familien nehmen diese Hilfe sehr gut an, weil es einfach etwas Anderes ist, wenn eine feste Ansprechpartnerin in der häuslichen Umgebung und persönlich begleitet. Da können Probleme direkt vor Ort gelöst werden", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Mit der Erweiterung des Projekts soll die Versorgungslücke niedrigschwelliger Hausbesuchsangebote geschlossen werden."

Das Projekt "Bin da!" bietet seit 2018 in bisher fünf Kommunen Hausbesuche durch Koordinatorinnen begleitete Ehrenamtliche zur Alltagsunterstützung in Familien, professionelle Beratung sowie die Vermittlung in weiterführende Angebote vor Ort an. Ebenso gehören Elternbildungsangebote und -schulungen oder regelmäßige Gruppenangebote zum Projekt.

Im Jahr 2019 wurden etwa 250 Familien an den fünf Standorten beraten – die Beratungen reichten von der einmaligen Unterstützung und Weitervermittlung in geeignete Angebote bis zur umfangreichen Betreuung und Selbststärkung der Familien. 18 Ehrenamtliche haben dabei mit insgesamt rund 620 Hausbesuchen unterstützt und begleitet. Dabei betrug die durchschnittliche Dauer eines Besuchs zwei Stunden. "Die positiven Rückmeldungen der Eltern zeigen, wie wichtig diese präventive Hilfe gerade am Anfang ist – da sein und im Alltag unterstützen", so Schumann.

Hintergrund
"Bin da!" läuft seit 2018 mit zwei Standorten, die für die Kommunen Neustadt, Wunstorf, Ronnenberg, Gehrden und Wennigsen zuständig sind. Träger ist der Diakonieverband Hannover-Land. Jetzt wird das Hausbesuchsprogramm verstetigt und flächendeckend auf die weiteren elf Kommunen ausgeweitet, in denen die Region Hannover Jugendhilfeträger ist. 350.000 Euro sind dafür angesetzt.

Quelle: Website Region Hannover

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