Freie Wohlfahrtspflege digitalisiert soziale Angebote

190725 Die WohlfahrtdigitalBerlin, 25.07.2019. Die Digitalisierung erfasst alle Bereiche der Gesellschaft - auch für die Wohlfahrtsverbände ist sie eine Herausforderung.

Seit Januar 2019 setzen die Freien Wohlfahrtsverbände innovative Projekte zur Digitalisierung im sozialen Sektor um. In Berlin fand dazu die Fachtagung "Wohlfahrt digital" statt, die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey mit einem Grußwort eröffnete.

Dabei würdigte die Bundesfamilienministerin die Arbeit der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und deren Maßnahmen zur Gestaltung des digitalen Wandels im sozialen Sektor. Gleichzeitig sagte sie den Wohlfahrtsverbänden ihre Unterstützung dafür zu.

Seit dem 1. Januar 2019 setzten die Wohlfahrtsverbände mit Mitteln des Bundesfamilienministeriums innovative Projekte in folgenden Handlungsfeldern um:

  • Sozialraumorientierte soziale Arbeit
  • Freiwilliges Engagement und Selbsthilfe
  • Beratung und Therapie
  • Qualifikation und Bildung
  • Management und Innovation
  • Personal- und Organisationsentwicklung


Den Gesamtprozess koordiniert die Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände (BAGFW). Das Bundesfamilienministerium unterstützt den Prozess im Jahr 2019 mit rund 3,3 Millionen Euro.

Neue digitale Angebote:

  • Ein Projekt des Deutschen Roten Kreuzes entwickelt zum Beispiel eine Online-Plattform, die den Menschen jederzeit und überall in Deutschland Zugang zu den Leistungen und Angeboten der DRK Wohlfahrtspflege eröffnet.
  • In einem anderen Projekt hat der Deutsche Paritätische Wohlfahrtverband im Mai 2019 die Profilplattform www.wir-sind-paritaet.de geschaffen. Sie dient als soziales Netzwerk für dessen Mitgliedsorganisationen, die sich dort mit Profilen präsentieren können. Mittlerweile sind mehr als 40 Organisations-Profile online.
  • Der Deutsche Caritasverband hat im April 2019 einen Prototyp für eine Online-Beratungsdatenbank fertiggestellt. Im Ergebnis ist bereits die Online-Beratung zum Thema Sucht auf das neue System umgezogen.
  • Der AWO Bundesverband führt ein Modellprojekt zur Stärkung digitaler Kompetenzen in der Kinder- und Jugendhilfe durch. Die Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland hat einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen.
  • Diakonie Deutschland veranstaltete im Juni 2019 eine Innovationswerkstatt, um an digitalen Lösungen zu arbeiten, die in den Handlungsfeldern Wohnungslosenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, Suchtselbsthilfe nützlich sein können.


Grundlage der Projekte ist die gemeinsame Vereinbarung "Digitale Transformation und gesellschaftlicher Zusammenhalt - Organisationsentwicklung der Freien Wohlfahrtspflege unter den Vorzeichen der Digitalisierung".

Quelle: Website BMBSFJ


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