Was soziale Initiativen in der Krise bewegt

200623 TortendiagrammHannover, 23.06.2020. In der Krise helfen ehrenamtliche Initiativen schnell und kreativ. Aber wie geht es ihnen dabei? Startsocial hat nachgefragt.

In der Krise kommt es auf die Zivilgesellschaft an – das zeigt sich jetzt in der Corona-Krise, in der ehrenamtliche Initiativen schnell und kreativ helfen.

Aber wie geht es eigentlich den Initiativen selbst, die in ihrer Arbeit auch vor besonderen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie stehen. Startsocial hat Mitte April seine Stipendiaten und Alumni-Projekte befragt und interessante Antworten erhalten. 172 Initiativen haben an der Umfrage teilgenommen. Die Ergebnisse:

Über zwei Drittel der Initiativen konnten während des Lockdowns nur eingeschränkt oder sogar gar nicht arbeiten. Auch finanziell stellt die Corona-Krise eine große Herausforderung für soziale Initiativen dar: Ein Drittel gibt sogar an, durch fehlende finanzielle Mittel existenziell bedroht zu sein. Die Hauptgründe für diese Einbußen sind fehlende Einnahmen aus Veranstaltungen, fehlende Fördermittel, geringere Unterstützung durch Unternehmen sowie weniger Spenden.

In dieser Situation erhoffen sich die Initiativen vor allem Folgendes: Finanzielle Förderung, Unterstützung bei Weiterbildung in den Bereichen Digitalisierung und Fundraising sowie öffentliche Aufmerksamkeit für die Relevanz ihrer Arbeit. Eine Engagierte bringt es so auf den Punkt: "Wir wünschen uns, dass unsere erweiterten Aktivitäten wahrgenommen werden und es allen noch mehr bewusst wird, dass eigentlich immer, aber gerade in Krisenzeiten, das Ehrenamt eine Bank ist, auf die man sich verlassen kann."

Das sind die erfreulichen Ergebnisse der Umfrage von startsocial: 80 Prozent derjenigen Initiativen, die weiterarbeiten, haben ihr Angebot bereits umgestellt und an die neuen Bedingungen angepasst oder planen eine Umstellung. Es wurde sehr flexibel und kreativ auf die Einschränkungen reagiert – sei es durch digitale Angebote oder ganz neue eigene Projekte oder die Unterstützung von anderen Organisationen. Eine weitere ermutigende Botschaft: Die Bereitschaft, sich freiwillig zu engagieren, ist ungebrochen und teilweise sogar gestiegen.

Quelle: Website Startsocial

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