Feste Größe im Ehrenamtsportfolio

210706 Logo BFSHildesheim, 06.07.2021. Anfangs noch kritisch beäugt, heute eine feste Größe: Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) besteht seit zehn Jahren.

Als die damalige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) den Bundesfreiwilligendienst (BFD) fünf Jahre nach seinem Start als Erfolgsmodell bezeichnete, regte sich kaum noch Widerspruch. Der Dienst hatte sich etabliert, die Startschwierigkeiten waren fast vergessen. Und auch der anfangs massive Widerstand der Sozialverbände gegen das "Konkurrenzprodukt" zum Freiwilligen oder Ökologischen Sozialen Jahr (FSJ, FÖJ) war Vergangenheit.

Jetzt besteht der BFD seit zehn Jahren und hat sich als feste Größe im Ehrenamtsportfolio etabliert. Von der großen Dynamik des BFD nach dem Start sind die Verbände positiv überrascht. Schnell können die zur Verfügung stehenden Plätze besetzt werden. Oft gibt es deutlich mehr Interessentinnen und Interessenten als verfügbare Plätze.

Der freiwillige Einsatz kommt gut an - auch in Zeiten der Pandemie: Bei der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) sind 20 Prozent mehr Jugendliche in FSJ und BFD als vor der Krise, berichtete der Verband im Juli 2020.

In den vergangenen zehn Jahren haben rund 400.000 Personen einen BFD absolviert, im Jahresdurchschnitt also um die 40.000. Egal, wo sie eingesetzt würden, junge Menschen könnten praktische Erfahrungen und Kenntnisse sammeln und erhalten erste Einblicke in die Berufswelt.

Eine weitere Stärke des BFD ist, dass er für alle Altersgruppen geöffnet ist. Der BFD kann dabei speziell für ältere Menschen, zum Beispiel nach einer Familienphase, ein Angebot sein. Es zeigt sich aber, dass überwiegend Menschen bis zu einem Alter von 27 Jahren das Angebot annehmen.

Auch die Caritas nennt den BFD einen Erfolg. Er leiste einen großen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Denn wer sich auf dieser Weise eingebracht hat, schaut ganz anders auf seine Mitmenschen", heißt es auf Anfrage. Zugleich gebe es aber auch noch viel Verbesserungspotenzial: Die Attraktivität des Dienstes lasse sich noch steigern, etwa durch die kostenlose Nutzung des ÖPNV, durch einen Anspruch auf Wohngeld oder die Befreiung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen von den Rundfunkgebühren.

Quelle: Website Caritas Hildesheim


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