Studie: Zivilgesellschaft in und nach der Pandemie

210601 Logoausschnitt Maecenata-InstitutBerlin, 01.06.2021. Auch nach einem Jahr Corona-Pandemie hilft die Zivilgesellschaft mit, die Folgen der Pandemie zu mindern. Eine Folgestudie des Maecenata-Instituts gibt Einblicke.

Aufbauend auf den Ergebnissen einer explorativen Studie "Ein Rettungsschirm für die Zivilgesellschaft?" aus dem Oktober 2020 gibt die aktuelle Folgestudie des Maecenata-Instituts im Frühjahr 2021 Einblicke aus einer bereichsübergreifenden Organisationsbefragung und Experteninterviews wieder.

Zentrales Ziel der Studie ist es, den spezifischen Beitrag der Zivilgesellschaft zur Überwindung der Krise zu untersuchen und ihre Potenziale während der Pandemie hervorzuheben. Zudem wurde ermittelt, wer von staatlichen Hilfsprogrammen profitiert und wie zielführend diese sind.

Wie jeder gesellschaftliche Bereich ist auch die Zivilgesellschaft von der Corona-Krise betroffen. Dies mag eine Binsenweisheit sein. Doch scheinen die Akteure des Staates dies von Anfang an und bis heute nicht wahrhaben und nicht anerkennen zu wollen. Auch in den Medien tauchen die Sorgen und Nöte der Vereine, der dort bürgerschaftlich Engagierten nur dann auf, wenn sie sich staatlichem Handeln widersetzen.

Dass Engagierte in großer Zahl genauso wie in anderen Krisen durch ihren freiwilligen Einsatz entscheidend an ihrer Bewältigung beteiligt sind, findet ebenso wenig Aufmerksamkeit die dramatischen negativen Folgen des inzwischen seit über einem Jahr ausbleibenden Zusammentreffens in freiwilligen Gemeinschaften unterschiedlichster Art. Zudem bestand die Gefahr, dass besonders kleine Bewegungen und Organisationen, die für Menschen- und Bürgerrechte, für die deliberative Demokratie und andere Ziele kämpfen und damit unverzichtbare Beiträge zu einer offenen Gesellschaft leisten, die Krise aus finanziellen und anderen Gründen nicht überstehen.

Sichtbar wird, dass die Zivilgesellschaft, ungeachtet der zahlreichen eigenen Herausforderungen, denen sie sich während der Corona-Krise stellen muss, ihren Beitrag zur Überwindung der Pandemie leistet. So haben zwei Drittel der Befragten im Zuge der Pandemie Tätigkeiten ausgeübt, die über den normalen Tätigkeitsbereich hinausgehen.

Trotz limitiertem Handlungsspielraum und Einschränkungen durch staatliche Vorgaben gab es nicht nur mehr Arbeit, sondern diese war auch schwieriger und komplexer zu leisten. Die Erstellung der Studie wurde von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.

Direktlink: Informationen zur Studie (mit Downloadmöglichkeit)

Quelle: Wegweiser Bürgergesellschaft

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