Mehr Reparaturmöglichkeiten für Repair-Cafes in Aussicht

200128 Reparatur-InitiativenMünchen, 28.01.2020. Im nächsten Jahr treten neue EU-Produktverordnungen für verschiedene Elektrogeräte in Kraft, mit der Reparaturen durch Repaircafes erleichtert werden könnten.

Das Bundesumweltamt (UBA) hatte eine Pressemitteilung zum Thema veröffentlicht. Darin heißt es: "Hersteller verschiedener Produkte, wie Fernseher, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Kühlschränke, dürfen ab März 2021 nur noch Geräte auf den Markt bringen, wenn sie Ersatzteile und Reparaturanleitungen vorhalten." Weiter heißt es dort: "Zudem müssen Ersatzteile mit allgemein verfügbaren Werkzeugen und ohne dauerhafte Beschädigung am Gerät ausgewechselt werden können."

Auf Hinwirken des Umweltbundesamtes (UBA) wurden die EU-Verordnungen für Waschmaschinen, Kühlgeräte und Displays so angepasst, dass nun von einem "fachlich kompetenten Reparateur" und einem "Versicherungsschutz, der die Haftung im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit abdeckt" die Rede ist. Das schafft auch für Reparierende in ehrenamtlichen Reparatur-Initiativen neue Möglichkeiten zu reparieren und Ersatzteile zu beziehen.

Für bestimmte Ersatzteile jedoch, etwa Elektronik, ist vonseiten der EU bislang vorgesehen, dass die Hersteller sie nur an "fachlich kompetente Reparateure" liefern müssen. Hersteller könnten sich das zunutze machen und damit die Auslieferung von Ersatzteilen an Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Repair-Cafés verweigern und somit eine Reparatur erschweren oder verteuern.

Das UBA setzt sich gegenwärtig dafür ein, dass es keine unnötigen Hürden bei der Ersatzteilbeschaffung gibt. Geprüft werden soll die Einrichtung eines nationalen Registers, in das sich auch Repair-Cafés und andere Initiativen eintragen lassen können, um dann in Deutschland als "fachlich kompetenter Reparateur" zu gelten.

Quelle: Website Reparatur-Initiativen

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