Niedersächsische Lebensretter ausgezeichnet

Hannover, 13.02.2006. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann hat in den vergangenen Monaten sechs Personen für ihren vorbildlichen Einsatz zur Rettung des Lebens anderer ausgezeichnet. Vier von ihnen erhielten Rettungsmedaillen, zwei eine öffentliche Belobigung.

Eine Rettungsmedaille (sie wird verliehen, wenn die Rettungstat unter Einsatz des eigenen Lebens erfolgte) erhielten:

Alexander Hensel, Vahrener Straße 34, 49661 Cloppenburg
Jens Bullwinkel, Garlstedter Str. 14, 27729 Hambergen
Jan Brünjes, Alte Schulstr. 5, 27729 Hambergen
Wilfried Lütjen, Stedener Str. 56, 27729 Holste-Oldendorf

In einem Wohnhaus an der Vahrener Straße in Cloppenburg brach am 1. Mai 2005 Uhr ein Feuer aus. Der durch Hilferufe aufmerksam gewordene Untermieter Alexander Hensel begab sich umgehend in das Dachgeschoss und brach die verschlossene Wohnungstür auf, konnte jedoch aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht in das Innere der Wohnung gelangen.
Der 22-jährige kehrte um, kletterte von außen auf den Balkon, überquerte das Dach und stieg durchs Küchenfenster in die brennende Wohnung ein. Im dichten Qualm half er dem schwer verletzten Nachbarn bis zum Fenster, wo bereits die alarmierte Feuerwehr wartete und den inzwischen bewusstlosen Mann in Sicherheit brachte.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 2005 kam es in der Bahnhofstraße in Hambergen zu einem ausgedehnten Brand eines Wohnhauses. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle erhielten die alarmierten Feuerwehreinheiten die Information, dass sich noch eine Person in dem brennenden Haus befinde. Bei ihrem Eintreffen bestätigten die anwesenden Polizeibeamten, dass die 94-jährige gehbehinderte Bewohnerin noch im brennenden Dachgeschoss vermisst werde. Aufgrund des fortgeschrittenen Brandverlaufs und der damit verbundenen Gefahren war nur noch ein Rettungsversuch durch geschulte und mit spezieller Schutzausrüstung ausgestattete Feuerwehrkräfte möglich, so dass die Feuerwehrmänner Jens Bullwinkel und Jan Brünjes unverzüglich nach Ankunft am Brandort die Suche nach der vermissten Frau aufnahmen. Nur unter größtem persönlichem Einsatz und Außerachtlassung von Sicherheitsbestimmungen zum Schutz der Feuerwehrkräfte gelang es den beiden Männern schließlich, die schwer verletzte Frau in dem bereits brennenden Zimmer im Dachgeschoss zu finden und in Sicherheit zu bringen.
Am späten Abend des 27. Januar 2005 unternahm Wilfried Lütjen noch einen Spaziergang durch seinen Wohnort Oldendorf, als er in der Stedener Straße im Dach eines Wohnhauses Feuer entdeckte. Trotz des sich rasant ausbreitenden Brandes und der dadurch drohenden Gefahren gelang es Lütjen, die drei schlafenden Hausbewohnerinnen zu wecken und im letzten Moment in Sicherheit zu bringen.

Eine öffentliche Belobigung (sie wird ausgesprochen, wenn sich der Lebensretter bei der Rettungstat nicht selbst in Lebensgefahr befunden hat) erhielten:

Jens Schmidt, Südstraße 35, 21698 Harsefeld
Heiko Picka, Wiesenweg 5, 21698 Harsefeld

Am 31. Mai 2005 spielte Jens Schmidt mit einem Bekannten Tennis. Der Spielpartner unterbrach jedoch das Match nach 15 Minuten mit dem Hinweis, dass er sich nicht wohl fühle und einen Moment auf der Bank Platz nehmen wolle. Auf dem Weg vom Spielfeld zur Bank brach der Mann plötzlich zusammen. Da kein Puls mehr feststellbar war, begann Jens Schmidt unverzüglich mit den notwendigen Wiederbelebungsmaßnahmen für einen Zeitraum von zirka sechs Minuten, anschließend führte der ebenfalls anwesende Heiko Picka die Maßnahmen unermüdlich weiter. Erst nach etwa zehn Minuten erholte sich die Person zusehends und konnte von den alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht werden.

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