Erstmals Ehrenamtspreis an bürgerschaftlich Engagierte im Landkreis Emsland vergeben

Logo_Emsland_KTMeppen, 11.07.2011. Erstmals vergab der Landkreis Emsland am vergangenen Dienstag den Ehrenamtspreis, der auch in den kommenden Jahren insbesondere die "stillen Helden" des bürgerschaftlichen Engagements würdigen soll.

Erstmals vergab der Landkreis Emsland am vergangenen Dienstag den Ehrenamtspreis, der auch in den kommenden Jahren insbesondere die "stillen Helden" des bürgerschaftlichen Engagements würdigen soll. Anlass für die Einführung des Preises ist das Europäische Jahr für Freiwilligentätigkeit, das 2011 international ausgerufen wurde.

Am Tag des Ehrenamtes, den der Landkreis Emsland nach 2001 und 2006 nun erneut feierte, wurde der Preis in fünf Kategorien überreicht. Erst nach und nach wurde im Lauf des Abends das Geheimnis gelüftet, wer sich über die Würdigung freuen darf, die mit einer Urkunde, einer Glasstele und einem Geldpreis verbunden war.

In seiner Begrüßung machte Landrat Hermann Bröring deutlich, dass der Ehrenamtspreis ein "weiteres Zugpferd" des Landkreises Emsland sei, um das Ehrenamt zu würdigen. Insgesamt 139 Personen seien in den Kategorien Kultur, Sicherheit, Soziales, Sport und Umwelt für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement vorgeschlagen worden, darunter 95 Männer und 44 Frauen.

Die nun ausgewählten fünf Preisträger erhielten stellvertretend für alle bürgerschaftlich Engagierten diese Ehrung. Bröring betonte auch die besondere Rolle der Partner, die das ehrenamtliche Engagement überhaupt erst ermöglichten.

Festredner Heiner Pott, Staatssekretär im Niedersächsischen Sozialministerium, hob hervor, dass das Ehrenamt im Emsland Tradition hat. Die starke Gemeinschaft und die "Kultur des Helfens", die zunächst aus den ärmlichen Verhältnissen in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts resultierte, habe sich erhalten. "Es galt: Ich für Dich und wir für Euch", sagte Pott, und das werde zukünftig angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger werden.

Bei der anschließenden Preisvergabe konnte Hermann Hafner aus Schöninghsdorf in der Kategorie Sport als erster die Auszeichnung aus den Händen von Landrat Bröring entgegen nehmen. Der 69-Jährige erhielt den Preis für sein über ein halbes Jahrhundert andauerndes Engagement im TSV Concordia Schöninghsdorf.

Es folgte Nothard Kaßburg aus Meppen, den Kulturausschussvorsitzender Heiner Reinert für seine freiwillige Tätigkeit an der Meppener Freilichtbühne auszeichnete. Der 66-jährige Kaßburg sei eine "Allzweckwaffe" im freiwilligen Engagement, die künstlerisch, organisatorisch und handwerklich einzusetzen sei, sagte Reinert.

Kreisjugendfeuerwehrwart Sascha Bädorf aus Haren/Rütenbrock konnte sich über die Auszeichnung im Bereich Sicherheit freuen. Er erfülle seinen ehrenamtlichen Einsatz mit Leidenschaft und widmete sich insbesondere der wichtigen Nachwuchsgewinnung, lobte Hermann Bookjans, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses, den 37-jährigen Preisträger.

In der Kategorie Soziales erhielt Clemens Vollmer als "stiller Macher" von Helschen den Ehrenamtspreis, den Ursula Mersmann, Vorsitzende des Sozialausschusses, übergab. Helschen sei ein Ort mit 91 Einwohnern, aber mehr als acht Vereinen.

In nahezu allen Vereinen sei Vollmer aktiv und aus keinem kulturellen Ereignis mehr wegzudenken, betonte Mersmann in ihrer Ansprache. Mit der Auszeichnung im Bereich Umwelt für Ellen Hücking war der letzte Ehrenamtspreis vergeben: Auf die 81-Jährige treffe die Bezeichnung "stille Heldin" im besonderen Maß zu, sagte die Laudatorin und stellvertretende Kreistagsvorsitzende Mechthild Auffahrt.

Ohne an eine Institution angebunden zu sein sorge die Preisträgerin während ihrer täglichen Spaziergänge dafür, dass das Emsufer in Lathen sauber bleibe. Passend zur Veranstaltung, weil ebenfalls ehrenamtlich getragen, war ein Teil des Ensembles der Freilichtbühne Meppen mit Ausschnitten aus dem Musical Peter Pan zu Gast und unterhielt die rund 200 Gäste im Kossehof Meppen.

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