Kanzlerin würdigt ehrenamtliches Engagement

170526 Merkel in HeidenheimHeidenheim, 25.05.2017. Kanzlerin Merkel hat den Ehrenamtlichen in Heidenheim und Deutschland ihre Anerkennung ausgesprochen. Das Ehrenamt sei ein "Gewinn für uns alle, für die Gemeinschaft", so Merkel.

Vor 1.200 Ehrenamtlichen im baden-württembergischen Heidenheim erklärte Merkel: "Sie sind so, wie Sie hier sitzen, ein tolles Stück Deutschland! Danke für das, was Sie für andere tun".

Merkel hob in ihrer Rede die große Vielfalt des Ehrenamts hervor. "Vom Sportverein über die Altenpflege, den Beistand für sterbende Menschen, die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die Kirchengemeinden, den Kulturbereich und die Kleiderkammern bis hin zu den Suppenküchen: Alles lastet auf den Schultern der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern."

Demografischer Wandel zeigt Wirkung
Zudem sei der demografische Wandel deutlich spürbar. Es gebe weniger jüngere und mehr ältere Menschen. Deshalb habe die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode zum Beispiel im Bereich der Pflege einen besonderen Schwerpunkt gesetzt. Merkel dankte allen, die mit älteren Menschen arbeiten – dies stehe stellvertretend für eine menschliche Gesellschaft.
Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Die Kanzlerin erinnerte auch an die Flüchtlingswelle im Jahr 2015. "Ehrenamtliche zusammen mit Hauptamtlichen haben im ganzen Land dafür Sorge getragen, dass wir diese außergewöhnlich belastende und fordernde Situation bestehen konnten", betonte Merkel. "Nun kümmern wir uns sehr viel mehr um die Integration". Dabei muss laut Merkel unterschieden werden zwischen Flüchtlingen mit und ohne Bleiberecht. Es müsse auch deutlich gemacht werden, dass "die Attraktivität und auch die Menschlichkeit unseres Landes auch auf Regeln beruhen und dass wir natürlich auch auf die Einhaltung dieser Regeln setzen müssen".

Belohnung des Ehrenamts
Merkel zeigte sich offen für eine gewisse Belohnung des Ehrenamtes. Denkbar sei etwa, die Arbeit junger Helfer bei der Berechnung des Numerus Clausus für den Zugang zu Studienfächern anzurechnen. Auch regionale Initiativen wie verbilligte Kulturangebote könnten sinnvoll sein, so Merkel. Auf Bundesebene habe man bereits über einen sogenannten Ehrenamtspass nachgedacht. Dies sei wegen der fehlenden Zuständigkeit des Bundes aber schwierig. Für die Förderung des Ehrenamtes sind in Deutschland Länder und Kommunen zuständig.

Servicelink FreiwilligenServer: Niedersächsische Ehrenamtskarte

Quelle: Demografie Portal der Bundesregierung

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