Bündnis für Gemeinnützigkeit stellt Leitlinien vor

Berlin, 08.02.2010. Das "Bündnis für Gemeinnützigkeit" hat einen Maßnahmenkatalog zur Stärkung des Dritten Sektors vorgestellt. Unter dem Titel "Genshagener Erklärung" fordert das Bündnis u.a. eine "kohärente nationale Engagementstrategie" sowie eine "Stärkung des gemeinnützigen Stiftungswesens".

Dem im Mai 2009 gegründeten Bündnis gehören u.a. der Deutsche Kulturrat, der Bundesverband Deutscher Stiftungen, der Deutsche Olympische Sportbund und der Naturschutzring an.

Im Frühjahr 2005 hatten sich Vertreter der Dachverbände und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors sowie Experten und Wissenschaftler zu der Projektgruppe "Reform des Gemeinnützigkeits- und Spendenrechts" zusammengeschlossen und Vorschläge zur Vereinfachung und Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeits- und Spendenrechts sowie eine Selbstverpflichtung des Dritten Sektors zu mehr Transparenz erarbeitet.

Im Mai 2009 beschlossen die Vertreter der Dachverbände, zukünftig als "Bündnis für Gemeinnützigkeit" die Interessen des Dritten Sektors gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten. Das Bündnis für wird getragen von: Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Bundesverband Deutscher Stiftungen, Deutscher Kulturrat, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Olympischer Sportbund, Deutscher Spendenrat, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und VENRO – Verband Entwicklungspolitik Deutscher Nichtregierungsorganisationen.

Am 05.02.2010 wurde die erste gemeinsame Genshagener Erklärung des Bündnis Gemeinnützigkeit der Öffentlichkeit vorgestellt.Das Bündnis für Gemeinnützigkeit fordert in der Genshagener Erklärung u.a.: eine kohärente nationale Engagementstrategie, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Infrastruktur und Stabilisierung von Engagement und Partizipation, eine Stärkung des gemeinnützigen Stiftungswesens, eine stärkere Förderung der Freiwilligendienste, eine bessere Förderung der wissenschaftlichen Forschung zum bürgerschaftlichen Engagement und dass der besondere Wert der Sozial- und Kulturdienstleistungen für die Verwirklichung eines "Europas der Bürgerinnen und Bürger" anzuerkennen ist.

Für den Kulturbereich ist es in Zeiten der massiven Einsparungen besonders bei der kommunalen Kulturförderung besonders wichtig, dass das Bündnis sich eindeutig dafür ausgesprochen hat, dass Bürgerschaftliches Engagement nicht zum Lückenbüßer für staatliche Aufgabenwahrnehmung werden darf.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Die heute der Öffentlichkeit vorgestellte Genshagener Erklärung bündelt die Vorschläge der Dachverbände des Dritten Sektors zur Entwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements. Zum ersten Mal ist es mit dem Bündnis für Gemeinnützigkeit in Deutschland gelungen, eine solch breite Plattform für die Entwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements zu bilden.

Von den Sozialverbänden, dem organisierten Sport, den Naturschutzorganisationen bis zu den Kulturverbänden haben sich alle im Bündnis für Gemeinnützigkeit für die Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagement zusammengetan. Diese Zusammenarbeit wird dem Ehrenamt in Deutschland nützen."

Die vollständige Erklärung finden Sie auf der Internetseite des deutschen Kulturrates.

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