"Bürgerschaftliches Engagement bereichert unsere Gesellschaft"

Hannover, 28.09.2004. Sozialministerin Ursula von der Leyen hat 15 Bürgerinnen und Bürger für ihr freiwilliges soziales und bürgerschaftliches Engagement mit Orden und Medaillen ausgezeichnet.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Alter von 53 bis 83 Jahren die haben sich über viele Jahre in der Heimatpflege engagiert, Kinder- und Jugendprojekte gefördert, kranke und behinderte Angehörige gepflegt, hilfebedürftige Menschen betreut, waren in der Seniorenbetreuung tätig oder in der kirchlichen Gemeindearbeit aktiv und haben in Not geratenen Menschen im Ausland geholfen.

"Sie sind die stillen Stars unserer Gesellschaft, sie opfern Zeit, Arbeitskraft und oft auch eigene Mittel, um Menschen, die Hilfe brauchen zu unterstützen. Ihr Einsatz ist wirklich vorbildlich und ich freue mich, dass sie dafür die verdiente Anerkennung erhalten", betonte von der Leyen in einer Feierstunde im Gästehaus der Landesregierung.

832_LTDie Ministerin verwies darauf, dass fast jeder dritte Niedersachse ehrenamtlich tätig sei. Nicht nur unsere Demokratie, auch die Wirtschaft, unsere soziale Sicherung und das kulturelle Leben beruhten auf der Bereitschaft zum Ehrenamt. Diese Bereitschaft sei jedoch nicht selbstverständlich, sondern müsse gepflegt werden. Aufgabe der Politik sei es, die richtigen Rahmenbedingungen herzustellen, um neue Strukturen und Netzwerke des sozialen Engagements, des Ehrenamtes zu unterstützen.

"Mich stimmt es sehr positiv, dass mit steigender Tendenz rund 17.000 junge Leute gegen ein Taschengeld ein Freiwilliges soziales Jahr oder ein Freiwilliges ökologisches Jahr absolvieren. Das zeigt, dass viele junge Menschen durchaus bereit sind, sich für die Gemeinschaft einzusetzen, wenn die Voraussetzungen stimmen", erklärte Ministerin von der Leyen.

Bürgerschaftliches Engagement, das Gefühl gebraucht zu werden, strahlt auch auf das eigene Leben zurück. Die Sozialministerin verwies in diesem Zusammenhang auf wissenschaftliche Untersuchungen, wonach sozial und ehrenamtlich engagierte Menschen länger und zufriedener leben sowie gesünder, leistungsstärker und erfolgreicher als ihre eigenbrötlerischen Zeitgenossen sind. "Das Ehrenamt macht nicht reich _ aber es bereichert, den Einzelnen und die ganze Gesellschaft", sagte von der Leyen.

Die Sozialministerin händigte Gerda Thölke aus Sehnde das Bundesverdienstkreuz am Bande aus. Ihr Ehemann Adolf Thölke erhielt das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens.
Mit der vom Ministerpräsidenten verliehenen Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten wurden Svetlana Gordana Anders (Hanstedt/Nordheide), die Eheleute Brigitte und Friedrich Bald (Hannover), Brigitte Bremer (Nienburg), Mechthild Cordes (Hoya/Weser), Gisela Graf (Hildesheim), Ewa Hawrylewicz (Wiefelstede-Metjendorf), Alide Heck (Oldenburg), Brigitte Körber (Hildesheim), Eheleute Hanna und Wolf Middelmann (Göttingen), Anke Pauka (Weyhe) und Annegret Wylenga (Hannover) ausgezeichnet.

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