Stärkung der Jugendfreiwilligendienste

Berlin 30.10.2009. Die neue Bundesregierung spricht sich in ihrem Koalitionsvertrag für eine Ausweitung der Angebote des Freiwilligen Sozialen Jahrs in der Kultur aus. Aktuell engagieren sich 1.200 Jugendliche in Kultureinrichtungen.

Seit 2001 gibt es den Freiwilligendienst in der Kultur, in dem sich aktuell 1.200 Jugendliche zwischen 16 und 26 Jahren zwölf Monate in Kultureinrichtungen engagieren. Im Vergleich zu den bundesweit insgesamt 35.000 zur Verfügung stehenden FSJ-Plätzen ist das Stellenangebot in der Kultur gering. Allein in diesem Jahr bewarben sich siebenmal mehr Jugendliche für das kulturelle Bildungs- und Orientierungsjahr als Plätze angeboten werden konnten.

Die Freiwilligen im FSJ Kultur gestalten Theaterprojekte mit Kindern, konzipieren Programme zur Heranführung von Schülern und Schülerinnen an zeitgenössische Kunst oder führen Zirkusartistik-Workshops für Kinder und Jugendliche aus dem Problemkiez durch. Hier wird kulturelle Jugendbildung mit der Entwicklung junger Menschen in einer persönlichen und beruflichen Orientierungsphase verknüpft.

Dass die Koalition diesen Ansatz im qualitativen und quantitativen Ausbau der Jugendfreiwilligendienste stärken will, begrüßen die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) e.V. als Initiator des FSJ Kultur und die bundesweit zwölf Träger.

"Die pädagogische Rahmenkonzeption, das Herzstück unseres Qualitätskonzepts für das FSJ Kultur, ist erst im vergangenen Jahr intensiv diskutiert und überarbeitet worden", erläutert Jens Maedler, Referent für freiwilliges Engagement bei der BKJ, den Stellenwert des Grundlagenmaterials für die Bildungsqualität im FSJ Kultur, welches seit Einführung des Freiwilligendienstes stetig überprüft und weiterentwickelt worden ist.

Einen einheitlichen Status für Freiwilligendienstleistende zu schaffen, dafür spricht sich die Koalition ebenfalls aus. Außerdem sollen zukünftig junge Männer, die einen Freiwilligendienst abgeleistet haben, nicht mehr zum Zivildienst herangezogen werden. Damit soll eine doppelte Ableistung von
Pflicht- und Freiwilligendienst ausgeschlossen werden.

Die BKJ ist der Zusammenschluss von 54 Bundesverbänden und Landesdachverbänden der kulturellen Bildung. Sie bietet u. a. ihre strukturellen und fachlichen Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft an. Die Organisationen und Einrichtungen der Kulturarbeit sind Vermittlungsinstanzen und Motor für vielfältige Formen von Engagement und Freiwilligendiensten in der Kultur.

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