Betreuungsvereine in großer Sorge

171102 BetreuungsvereinHildesheim, 02.11.2017. Im 25. Jahr nach Einführung des Betreuungsrechtes und ihrer Gründung sind die Betreuungsvereine in großer Sorge um ihr wirtschaftliches Auskommen.

Die Betreuungsvereine unterstützen Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage sind, ihre rechtlichen Angelegenheiten selbst zu erledigen. Die Entscheidung hierzu trifft das Vormundschaftsgericht.

In Peine wurde anlässlich des 25. Geburtstags ein umfangreiches Portfolio dokumentiert: Acht haupt- und 100 ehrenamtliche Mitarbeiter*innen leisten derzeit rund 350 Betreuungen. Außerdem hat der Verein die Vormundschaft für insgesamt 128 Minderjährige, von denen 39 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind, übernommen.

Michael Gruber, Leiter des Peiner Betreuungsvereins, erläutert das Prinzip des Vereins:
"Unser Konzept ist es, eine Betreuung durch hauptamtliche Sozialarbeiter so aufzubauen, dass sie von Ehrenamtlichen übernommen werden kann. Dadurch ist eine bessere persönliche Betreuung der einzelnen Klienten möglich."

Alle Betreuungsvereine klagen seit längerem über deutliche Unterfinanzierung. Der Gesetzesentwurf zur Erhöhung der Vergütungen ist vom Bundestag bereits beschlossen worden, aber die Länder, die die Kosten hierfür tragen müssen, haben dem Gesetz nicht zugestimmt. Damit geht die Hängepartie für Betreuungsvereine weiter und es wird weitere Schließungen geben.

Quelle: Website Caritas Diözese Hildesheim

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