Freiwilliges Engagement in Deutschland wächst

Berlin, 04.04.2006. In Deutschland engagieren sich bereits 23,4 Millionen Menschen freiwillig - fast jeder Dritte über 14 Jahre hat ein Ehrenamt inne. Ursula von der Leyen: "Das ist eine beeindruckende Zahl!"

Mehr als 23,4 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich oder haben freiwillig bestimmte Aufgaben und Tätigkeiten übernommen, zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr, in Sportvereinen oder politischen Parteien. Das ist das Ergebnis des Freiwilligensurveys für das Jahr 2004. Gegenüber der ersten Erhebung aus dem Jahr 1999 ist das ein Plus von zwei Prozent.

"Diese Zahl ist beeindruckend", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ursula von der Leyen. "Wir brauchen bürgerschaftliches Engagement heute mehr denn je. Früher stellte die Familie das entscheidende soziale Netzwerk dar, aus dem heraus Hilfe in Notlagen aber auch im Alltag gegeben wurde. Hier haben sich die Strukturen stark verändert. Die klassische Großfamilie gibt es kaum noch. Also müssen wir erkennen, wo wir die Chance haben, neue Strukturen und Netzwerke des sozialen Engagements, des Ehrenamtes zu nutzen."

Auch die Intensität des freiwilligen Engagements hat im Vergleich zu 1999 zugenommen: Die Anzahl der Tätigkeiten, die Freiwillige übernehmen, ist gestiegen. Nicht nur die Zahl der freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürger ist gewachsen, sondern auch die derjenigen, die zu freiwilligem Engagement bereit sind. 1999 waren es 26 Prozent, 2004 schon 32 Prozent.

"Dieses Potenzial müssen wir auch angesichts der demografischen Entwicklung nutzen", sagt Ursula von der Leyen. Die Ergebnisse des zweiten Freiwilligensurveys zeigen: Freiwilliges Engagement hat immer mehr Zuspruch. Der Staat allein könne die zivilgesellschaftliche Verantwortung nicht tragen, deshalb sei es umso wichtiger, dass sich Jung und Alt für einander einsetzten und Verantwortung für einander übernehmen. "Nicht nur unsere Demokratie, auch unsere Wirtschaft, soziale Sicherung und unser kulturelles Leben beruhen auf der Bereitschaft zum bürgerschaftlichen Engagement. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert, die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement weiter zu verbessern", so die Ministerin.

Der Freiwilligensurvey 2004 ist im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum zweiten Mal nach 1999 vom Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Sozialforschung erstellt worden. In einer telefonischen Umfrage wurden rund 15.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren nach ihrem freiwilligen Engagement befragt.

(Quelle: www.bmfsfj.de)

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