Freiwilligendienste künftig flexibler

Berlin, 16.08.2007. Die Freiwilligendienste sollen laut Gesetzentwurf des Bundeskabinetts ausgebaut werden. Neben der Ausweitung der Höchstdauer des bisherigen Sozialen oder Ökologischen Jahres von bisher 12 auf 24 Monate soll es künftig auch möglich sein, mehrere kürzere Freiwilligendienste nacheinander zu absolvieren.

Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch, 15.08.2007, einen Gesetzentwurf zum Ausbau und zur flexibleren Gestaltung der Freiwilligendienste in Deutschland. Bisher war der Spielraum für die vertragliche Gestaltung der Jugendfreiwilligendienste sehr eingeschränkt. Die Novelle hebt einige Begrenzungen auf. Sie löst die beiden Gesetze zur Förderung des Freiwilligen sozialen Jahres und des Freiwilligen ökologischen Jahres ab.
 
Ziel ist es, mehr junge Menschen für Freiwilligendienste zu gewinnen. Damit wird den verschiedenen Lebenssituationen junger Menschen Rechnung getragen.
 
Eine besondere Form des bürgerschaftlichen Engagements
 
Die Freiwilligendienste bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum Alter von 26 Jahren die Möglichkeit, sich bürgerschaftlich zu engagieren. Gleichzeitig sind sie Orte informeller Bildung. Wer einen Dienst absolvieren möchte, muss aber die Schulpflicht erfüllt haben.
 
Die Gesetzes-Novelle hebt die Höchstdauer von Freiwilligendiensten auf insgesamt 24 Monate an. Voraussichtlich wird die Einsatzzeit auch für Dienste im Ausland ab 2009 auf zwei Jahre erhöht. Derzeit sind 18 Monate möglich.
 
Kombinierte Einsatzzeiten im In- und Ausland sollen ebenfalls möglich sein. Jugendliche können mehrere kürzere Freiwilligendienste nacheinander absolvieren. Freiwilligeneinsätze im Inland sind in Blöcke von mindestens drei Monaten aufteilbar.
 
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
 
Wer sich für einen Jugendfreiwilligendienst entschieden hat, dem stehen viele Einsatzmöglichkeiten offen. Ob Umweltschutz oder Altenheim, ob Kulturinstitution oder Sportverein im  In- oder Ausland. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Anerkannte Wehrdienstverweigerer können anstelle des Zivildienstes einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst absolvieren.
 
Eine Übergangsregelung stellt sicher, dass nach alter Rechtslage geschlossene Vereinbarungen und durchgeführte Dienste weiter gefördert werden. Laufende Verträge können umgestellt werden. Bereits absolvierte Dienste werden auf die Gesamtdienstdauer von 24 Monaten angerechnet.

Weitere Informationen auf der Seite des Bundesfamilienministeriums.

 

 

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