Ohne Ehrenamtliche hätten wir die Herausforderung nie bewältigt

161206 Feier AurichAurich, 06.12.2016. Mit lobenden Worten hat der Auricher Landrat Harm-Uwe Weber während einer Feier für die Flüchtlingshelferinnen und -helfer im Landkreis Aurich deren große Einsatzbereitschaft gewürdigt.

Der Landkreis habe in den vergangenen Monaten viele Geflüchtete und Asylsuchende aufgenommen, "Menschen, die an Leib und Leben bedroht waren und in ihren von Krieg oder Not gebeutelten Heimatländern und auf der Flucht vielfach Schlimmes erlebt haben, Menschen, die traumatisiert zu uns gekommen sind", sagte der Landrat. Derzeit leben rund 3300 Flüchtlinge im Landkreis Aurich. Einer von Ihnen ist auch der 1982 in Syrien geborene Odai Alkhamis, der über die Odyssee seiner Familie aus ganz persönlicher Sicht berichtete und sich für die Unterstützung in Deutschland bedanke.

Die Aufnahme so vieler Menschen stelle eine enorme Herausforderung dar, sagte der Landrat. "Wir haben sie bewältigt, weil alle Zuständigen an einem Strang gezogen und oft bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gearbeitet haben", betonte Weber, der auch den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Kreisverwaltung seinen Dank aussprach. "Ich weiß, welche Belastungen sie auf sich genommen haben." Sein Dank gehe auch an die Gemeinden, bei denen der Landkreis viel Unterstützung bei der Suche nach Wohnraum erfahren habe. Claudia Holling von der Flüchtlingshilfe Aurich bedankte sich ebenfalls bei allen Beteiligten für ihr Engagement und beim Landkreis für die gute Zusammenarbeit.

Wenn der Landkreis Aurich in der Flüchtlingsfrage so gut aufgestellt sei, liegt dies zum einen daran, dass intern beispielsweise durch die Einrichtung einer eigenen Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe die erforderlichen Strukturen geschaffen worden seien und der Kreis mit den beiden Volkshochschulen über erfahrene und leistungsfähige Einrichtungen verfüge, die ein Integrationskonzept erarbeitet haben und auch wesentlich daran beteiligt sind, es mit Leben zu füllen, erklärte Weber.

Der Erfolg habe aber auch entscheidend mit dem ehrenamtlichen Engagement der Flüchtlingshelfer zu tun: "Mit Ihrem ganz persönlichen Einsatz haben Sie die vielzitierte Willkommenskultur gelebt - eine Willkommenskultur, die diesen Namen auch wirklich verdient." Aber nach dem Willkommen fange die eigentliche Aufgabe erst an - die Aufgabe, die Geflüchteten gut und schnell in unseren Landkreis und in die Gesellschaft zu integrieren. "Zur Willkommenskultur gehört eine Integrationskultur", so Weber.

Integration sei eine gesamtgesellschaftliche, eine gesamtstaatliche Aufgabe. Aber ganz konkret entscheide sich immer direkt vor Ort, ob Integration gelinge, in der Wohnsiedlung, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Sportverein. Und genau darum sei die Arbeit der Ehrenamtlichen so wichtig.

"Mit diesem Fest wollen wird Dankeschön sagen für das, was Sie alle geleistet haben", machte Weber bei der Veranstaltung in der Kreisvolkshochschule Aurich deutlich, die von der Caro Dance Band aus Norden musikalisch umrahmt wurde. Für die Verköstigung sorgte das Küchenteam der KVHS. Fast 100 Teilnehmer waren der Einladung des Landkreises gefolgt.

Text: Rainer Müller-Grummels

Quelle. Website Landkreis Aurich

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