Kaum Spenden an Selbsthilfegruppen vor Ort

160713 Kaum SpendenBerlin, 13.07.2016. In Deutschland gibt es zwischen 70.000 und 100.000 Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich mit rund drei Millionen Engagierten. Nur gut ein Viertel der lokalen Gruppen bekommt Zuwendungen von privaten Spendern oder Stiftungen.

Die gesundheitliche Selbsthilfe bietet Betroffenen im Umgang mit den körperlichen und seelischen Folgen von Krankheit und Behinderung Unterstützung an. Wissen, das die ehrenamtlich tätigen Mitglieder durch ihre persönliche Krankheitsgeschichte sammeln konnten, geben sie weiter und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität anderer Betroffener.

Die vielfältigen Aktivitäten von Selbsthilfegruppen und -organisationen richten sich sowohl an die Betroffenen selbst, deren Angehörige oder dienen der allgemeinen Information der Öffentlichkeit. Die Größe der Selbsthilfegruppen und -organisationen ist sehr unterschiedlich und wird von verschiedenen Faktoren mit beeinflusst wie z. B. Krankheitsbild und Angebot.

Seit 1985 hat sich die Zahl der Engagierten verdreifacht. Finanziert wird die Arbeit der lokalen Selbsthilfegruppen vor Ort mehrheitlich durch Mittel von Kranken- und Pflegekassen sowie Kommunen und Landesbehörden.

Nur gut ein Viertel der lokalen Selbsthilfegruppen bekommt Zuwendungen von privaten Spendern oder Stiftungen. Bei den regionalen oder landes- und bundesweiten Zusammenschlüssen dagegen erhalten drei von vier Selbsthilfeorganisationen Mittel von privaten Spendern oder Stiftungen.

Diese und weitere Informationen finden sich in der Antwort der Bundesregierung (Drucksache 18/8810) vom 16. Juni 2016 auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen.

Download: Antwort der Bundesregierung (pdf)

Quelle: Pressemitteilung


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