Niedersachsen belegt Platz 3 bei Bürgerstiftungen

Aktive Bürgerschaft_KTBerlin, 30.09.2008. Niedersachsen nimmt mit 40 Bürgerstiftungen den dritten Platz bei der Gesamtzahl der Bürgerstiftungen in Deutschland ein und zählt damit zu den bürgerstiftungsreichen Bundesländern. So lautet ein Ergebnis des "Länderspiegels Bürgerstiftungen".

Spitzenreiter ist Nordrhein-Westfalen mit 68 Bürgerstiftungen, gefolgt von Baden-Württemberg (53). Mit einem Treuhandvermögen von ca. 7,4 Millionen Euro sind Niedersachsens Bürgerstiftungen bundesweit Spitzenreiter und halten über 40 Prozent des bundesweit von Bürgerstiftungen verwalteten Treuhandvermögens.

2294_LTIn mehr als 237 Städten, Gemeinden und Regionen sind Bürgerstiftungen aktiv. Bereits 41 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger leben in einer Region, in der eine Bürgerstiftung existiert. Diese Ergebnisse liefert der "Länderspiegel Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2008", den die Aktive Bürgerschaft zum bundesweiten "Tag der Bürgerstiftungen" am 1. Oktober vorlegt.

Das Stiftungskapital der Bürgerstiftungen hat sich innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt. Deutschlandweit verfügen die Bürgerstiftungen über einen dreistelligen Millionenbetrag: Auf mindestens 110 Millionen Euro beläuft sich ihr zivilgesellschaftliches Eigenkapital. Neben den 88 Neugründungen in den vergangenen zwei Jahren trägt auch die erfolgreiche Arbeit der Bürgerstiftungen zu dieser Vermögensvermehrung bei. So hat die Verwaltung von Treuhandstiftungen einzelner Stifter bereits einen Anteil am gesamten Stiftungskapital von 31 Prozent erreicht.

Die Bürgerstiftungen erfüllen ihre vornehmliche Aufgabe, den langfristigen Aufbau des Stiftungskapitals, erfolgreich. Bürgerstiftungen, die vor 2005 entstanden, steigerten etwa ihr durchschnittliches Kapital um mehr als 100.000 Euro pro Jahr. Auch die Höhe der Spendeneinnahmen und der Projektförderung hat im Vergleich zum letzten Jahr zugenommen. Die ausgeschüttete Summe für eigene Projekte oder Förderprojekte stieg um etwa 20 Prozent auf ca. 6,6 Millionen Euro.

Die vier einwohnerstärksten Bundesländer sind auch die bürgerstiftungsreichsten. Hier wurden bislang über drei Viertel aller Bürgerstiftungen gegründet. Nordrhein-Westfalen ist mit 68 Bürgerstiftungen Spitzenreiter, gefolgt von Baden-Württemberg (53), Niedersachsen (40) und Bayern (27). Mit acht von bundesweit 23 "Bürgerstiftungsmillionären" gibt es in Nordrhein-Westfalen die meisten Bürgerstiftungen mit einem Stiftungskapital von über einer Million Euro.

In Ostdeutschland gibt es derzeit 21 Bürgerstiftungen. Ihre Zahl hat sich seit 2005 verdoppelt. Vorreiter ist Thüringen mit sechs Bürgerstiftungen, gefolgt von Sachsen (4), Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt (je 3) und Berlin (2). In den ostdeutschen Bundesländern haben mit einem Anteil von 39 Prozent fast genauso viele Bürger wie in Westdeutschland Zugang zu einer Bürgerstiftung. Im Vermögensaufbau stehen die ostdeutschen Bürgerstiftungen den westdeutschen deutlich nach: Sie halten nur 6 Prozent des Gesamtvermögens der deutschen Bürgerstiftungen. Aber es sind erfreuliche Zuwächse zu verzeichnen. In den letzten zwei Jahren haben die ostdeutschen Bürgerstiftungen ihr Vermögen auf knapp 6,9 Millionen Euro gesteigert und damit mehr als verdoppelt.

Zum Download "Länderspiegel Bürgerstiftungen. Fakten und Trends 2008" unter www.aktive-buergerschaft.de/laenderspiegel

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