Zwischenbilanz: über 100 Organisationen und Einrichtungen beteiligen sich an der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe

Bonn, 13.07.2005. Seit dem Start der Kampagne im Oktober 2004 beteiligen sich mittlerweile über 100 Organisationen und Verbände in Deutschland und ca. 50 in der Schweiz und Österreich an der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe, die bis Ende 2005 andauern wird.

Die vier Regionalgruppen haben regionale und kommunale Netzwerke aufgebaut und vielfältige Aktionen durchgeführt, um das Memorandum für eine kultursensible Altenhilfe und die Kampagnenmaterialien bekannt zu machen.

Zahlreiche Träger der AWO sind an der Umsetzung der Kampagne beteiligt, z.B. in Berlin, Bamberg, Köln, Nürnberg, Frankfurt, Hannover u.a. Die Aktionen in Bamberg wurden beispielsweise unter der Federführung des AWO Kreisverbandes Bamberg und der Beteiligung der Migrantenvereine, der Berufsfachschule für Altenpflege und Altenhilfe der AWO und der Migrationssozialdienste durchgeführt. Neben dem Festakt zur Unterzeichnung des Memorandums durch den Bürgermeister und die Spitzen der örtlichen Verbände der Wohlfahrtspflege wurde ein Workshop "Kultursensible Altenpflege" für Pflegekräfte durchgeführt.

1189_LTVor 50 Jahren hat Deutschland das erste Anwerbeabkommen mit Italien abgeschlossen und die ersten Arbeitsmigranten kamen dann aus Italien nach Wolfsburg, um dort in der Autoproduktion zu arbeiten. Deshalb beteiligt sich die Stadt Wolfsburg an der Kampagne für eine kultursensible Altenhilfe. Im Rahmen einer Bahnhofsaktion am 9. Juni 2005 wurden die so genannten "Migrationskoffer" mit den Kampagnenmaterialien vom Bürgermeister der Stadt Wolfsburg in Empfang genommen und das Memorandum unterzeichnet.

Viele Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe nutzen das Unterstützungsangebote der Kampagne um ihre Einrichtungen kultursensibel zu gestalten und bekannt zu machen. Beispielsweise veranstaltet ein ambulanter Pflegedienst in Köln ein interkulturelles Sommerfest in Kooperation mit den örtlichen Migrantenvereine und Organisationen.

Ein weiteres Beispiel ist die Seniorenfreizeit in München zum Thema Biographiearbeit, an der ältere Migranten aus Griechenland, Italien, dem ehemaligen Jugoslawien und ältere Spätaussiedler mit Schülern/innen einer Altenpflegefachschule teilnahmen. Sie gestalteten unter anderem gemeinsame Freizeitaktivitäten wie interkulturelle Sing- und Tanzabende und Wanderungen. Die Materialien der Kampagne, die in so genannten "Migrationskoffern" gepackt sind und bei den Regionalkoordinatoren/innen ausgeliehen werden können, werden oft von Altenpflegeschulen angefordert und im Unterricht eingesetzt.

Die Ergebnisse der Kampagne werden auf der Abschlussveranstaltung am 01. Februar 2006 präsentiert.

Aktuelle Informationen zu den Aktionen der Kampagne sind auf der Homepage der Kampagne http://www.kultursensible-altenhilfe.de zu finden.

Zuständig beim AWO Bundesverband: Dragica Baric-Büdel, Referentin für interkulturelle Altenhilfe, Koordinatorin der Steuergruppe der Kampagne, Tel. 0228-6685-166, E-Mail: bar@awobu.awo.org.

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