Jugendschöffen für den Landkreis Osterholz gesucht

180115 JugendschöffenOsterholz, 15.01.2018. Jugendschöffen sind ehrenamtliche Richter. Der Landkreis Osterholz sucht interessierte Bewerberinnen und Bewerber, die sich vorstellen können, dieses wichtige Amt zu übernehmen.

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen (Schöffen in Jugendstrafsachen) für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt.

Gesucht werden insgesamt 14 Frauen und Männer, die am Amtsgericht Osterholz und Landgericht Verden als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Jugendstrafsachen teilnehmen.

Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen so ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann sich aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement rekrutieren.
Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Schöffen in Jugendstrafsachen sollten in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und - wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes - gesundheitliche Eignung.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die im Landkreis wohnen und am 01.01.2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Schöffen und Jugendschöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, das heißt, das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil - gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch - haben die Schöffen daher mit zu verantworten.

Schöffen erhalten für ihre Tätigkeit eine Entschädigung nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG).

Bei Interesse Bewerbung bis zum 15.02.2018 an:

Jugendamt des Landkreises Osterholz
z.Hd. Herrn Böttjer
Osterholzer Str. 23
27711 Osterholz-Scharmbeck
Telefon: 04791 930-555
Telefax: 04791 930-11555

Herr Böttjer steht für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Quelle und weitere Information: Website Landkreis Osterholz


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