Bundesministerin Kristina Schröder würdigt 50 Jahre Zivildienst und begrüßt Bundesfreiwilligendienst

Berlin, 11.04.2011. Vor 50 Jahren traten die ersten anerkannten Kriegsdienstverweigerer ihren Dienst an. Anlässlich des Jubiläums würdigte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder die Arbeit der Zivildienstleistenden und begrüßte den kommenden Bundesfreiwilligendienst.

Vom Zivildienst zum Bundesfreiwilligendienst: Vor 50 Jahren traten die ersten anerkannten Kriegsdienstverweigerer ihren Dienst an. Mehr als 2,5 Millionen Männer haben seitdem ihren Dienst als "Zivis" in sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen geleistet.

Anlässlich des Jubiläums würdigte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder die Arbeit der Zivildienstleistenden und begrüßte den kommenden Bundesfreiwilligendienst. "Nach 50 Jahren endet eine Ära. Der Zivildienst hat unser Land tiefgreifend und dauerhaft verändert", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

"Allen jungen Männern, die sich für unsere Gesellschaft eingesetzt haben, gebührt unser Dank und unsere Anerkennung. Gleiches gilt für die Träger und die vielen vielen Menschen, die sich um den Zivildienst verdient gemacht haben. Jetzt schauen wir nach vorne: Der neue Bundesfreiwilligendienst lädt Frauen und Männer jeden Alters ein, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Davon profitieren nicht nur wir alle, sondern auch die Freiwilligen selbst. Ich bin optimistisch, dass in Zukunft viele Menschen dieses attraktive Angebot annehmen werden", so die Ministerin weiter.

Fünfzig Jahre ist es her, dass die ersten anerkannten Kriegsdienstverweigerer ihren "zivilen Ersatzdienst", wie er damals noch hieß, antraten. Seitdem hat sich der Zivildienst zu einer gesellschaftlich anerkannten Institution mit jugend- und sozialpolitischer Bedeutung entwickelt.

Insgesamt 37.000 Einrichtungen - darunter Diakonie, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband und die Arbeiterwohlfahrt, haben sich bundesweit daran beteiligt. Im Zuge der Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes gilt es jetzt, die positiven Erfahrungen aus dem scheidenden Zivildienst weitest möglich zu erhalten und weiter zu entwickeln.

Der neue Bundesfreiwilligendienst lädt Menschen jeden Alters ein, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Davon profitieren die Gesellschaft und auch die Freiwilligen selbst. Damit beginnt eine neue Ära der Freiwilligendienste in Deutschland.

Der Bundesfreiwilligendienst wird rund 35.000 Menschen pro Jahr die Möglichkeit zu gemeinnützigem Einsatz bieten. Er ergänzt das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und wird gemeinsam mit den bestehenden Freiwilligendiensten durchgeführt.

Im Rahmen eines Festaktes in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin würdigte Kristina Schröder am 11. April das Engagement von Zivildienstleistenden und Einrichtungen. Nach einer Begrüßung durch die Bundesfamilienministerin fand eine Talkrunde zu 50 Jahren Zivildienst mit aktuellen und ehemaligen Zivildienstleistenden mehrerer Generationen sowie Bausoldaten der ehemaligen DDR statt.

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