Startsocial 2016: Wirtschaftliches Know-how für Ehrenamtler

160624 Gewinnerinnen Startsocial 2016Berlin, 24.06.2016. Ehrenamtliches Engagement braucht oftmals wirtschaftliches Know-how, damit es wirksam werden kann. Aus diesem Gedanken heraus ist der Wettbewerb "startsocial" entstanden. Jetzt wurden die Gewinner/-innen geehrt.

"Das Kernanliegen dieses Wettbewerbs ist, dass Profis und Ehrenamtliche zusammengebracht werden, damit aus guten Ideen auch gute Projekte werden", so beschrieb Angela Merkel bei der Preisverleihung im Bundeskanzleramt am 15. Juni 2016 das Anliegen von startsocial. Dort kämen zwei Welten zusammen - "und das zum gegenseitigen Vorteil".

Bewerbungen für 400 Projekte
Für rund 400 Projekte und Initiativen gingen im Jahr 2016 Bewerbungen ein. In 100 Fällen erhielten die Macherinnen und Macher ein viermonatiges Beratungsstipendium mit Experten aus der Wirtschaft, dem öffentlichen Sektor und dem Non-Profit-Bereich. 25 wurden für die Endrunde nominiert. Aus diesem Kreis gingen die sieben Wettbewerbsgewinner hervor, die am Mittwoch geehrt wurden. Sie erhielten Geldpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro.

"Mit Herz, Verstand und Tatendrang"
so Bundeskanzlerin Merkel, machen sich auch die diesjährigen Gewinner von startsocial um das Gemeinwohl verdient. Die "Mobilen Retter" lokalisieren über eine App bei einem Notfall medizinisch qualifizierte Ersthelfer in der Nähe. Das Projekt "Inklusion muss laut sein" sorgt bei Kulturveranstaltungen für Barrierefreiheit. Der Verein "Belziger Forum" setzt sich schließlich gegen Rechtsextremismus ein.

Preise in der Flüchtlingshilfe
Drei weitere Preisträger engagieren sich unter anderem in der Flüchtlingshilfe: "Start with a friend" bringt geflohene Menschen mit Einheimischen zusammen und unterstützt die Geflüchteten bei ihren ersten Schritten in Deutschland. Die Studenteninitiative "Koblenz lernt" bietet sozial benachteiligten Kindern und Flüchtlingskindern kostenlose Nachhilfe. Und der von Jurastudenten gegründete Verein "Refugee Law Clinic Munich" bietet Flüchtlingen eine kostenlose, individuelle Rechtsberatung in ihrer Muttersprache an.

Sonderpreis für das Wachhalten des Gedenkens an den Holocaust
Der diesjährige Sonderpreis ging an die Düsseldorfer Initiative "Heimatsucher", die die Geschichten des Holocaust für die Zeitzeugen weiterträgt und im Heute thematisiert. Über persönliche Erzählungen in Schulen und Ausstellungen macht das Projekt Geschichte für nachfolgende Generationen nachfühl- und begreifbarer. In einer Wanderausstellung sowie in Schulprojekten können Schüler zum Beispiel Überlebensgeschichten kennenlernen und so selbst zu Zeugen der Zeugen - zu "Zweitzeugen" - werden. Sie fühlen mit, fragen nach, antworten den Überlebenden in Briefen und setzen sich in eigenen Projekten für ein tolerantes Miteinander ein.

Auch Nominierte gewinnen
Nicht unter den Gewinnern, aber unter den Nominierten zum startsocial-Wettbewerb 2016 befindet sich der Verein "Selbstbestimmt leben - Leipzig und Umgebung". Seine Mitglieder setzen sich für die Begleitung der Angehörigen von Demenzerkrankten und die Betreuung der Erkrankten ein. Ziel der Arbeit ist die Stärkung der Familienbindung, die Erleichterung des Umgangs mit der Krankheit, die Unterstützung bei allen Fragen rund um die Pflege bei Demenz und das Schaffen von Bewusstsein in der Bevölkerung.

Kontakt
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Dorotheenstraße 84
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Telefon: 030 18 272-0
Fax: 030 18 10 272-0
E-Mail: internetpost@bundesregierung.de

Quelle und weitere Informationen: Website Bundesregierung

Link zum Wettbewerb: Startsocial

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