Hildesheim wird immer inklusiver

190604 Hildesheim inklusivHildesheim, 04.06.2019. Die Stadt Hildesheim feiert ihren inklusiven Wandel und das zehnjährige Bestehen des Hildesheimer Behinderten- und Inklusionsbeirates.

Am Dienstag, den 21. Mai 2019, feierten rund 100 Gäste das zehnjährige Bestehen des Hildesheimer Behinderten- und Inklusionsbeirates (BIB) im Rathaus. Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich die Stadt bereits gewandelt, und immer noch gibt es viel zu tun.

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer begrüßte die Anwesenden – darunter auch die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Petra Wontorra - im großen Ratssaal. Meyer gab einen Einblick in die Arbeit des BIB und der Verwaltung, die den Anspruch hat, Hildesheim stetig inklusiver und für alle Menschen zugänglicher zu machen. Diese "Teilhabe" ist dann gegeben, wenn jeder mit seinem ganz speziellen Hemmnis Zugang zu Bildung, zum Arbeitsmarkt, zu Kultur und zu Freizeitangeboten hat. Ausdrücklich bedankte sich der OB bei Marion Tiede, der Vorsitzenden des BIB, nicht zuletzt für ihr hervorragendes Netzwerk in alle Institutionen der Stadt und auch für ihre gut gewählten Instrumente zur Veranschaulichung des Handlungsbedarfs

Ein dauerhaftes Projekt des Beirats sind zum Beispiel Selbsterfahrungskurse. Im Rahmen dieser Kurse machen sich Stadtbedienstete (auch der Hildesheimer OB), Politikerinnen und Politiker, Leiterinnen und Leiter von Wohnungsbaugesellschaften, Stadtplanerinnen und -planer mit der Situation von beeinträchtigten Menschen vertraut, indem sie etwa mit einem Rollstuhl oder mit einer Augenbinde und einem Blindenstock die Umgebung wahrnehmen.

Mit dem Projekt "Inklusionssensible Verwaltung – eine Verwaltung für Alle" hat die Stabsstelle Demografie und Inklusion darauf aufmerksam gemacht, dass einige Bereiche der Verwaltung noch nicht barrierefrei zugänglich sind.

Der Behinderten- und Inklusionsbeirat berät auch politische Gremien und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. So nehmen die Beiratsmitglieder auch Einfluss auf die Planungen für Hoch- und Tiefbau und bieten auch bei der Ausgestaltung von Angeboten in den Bereichen Kultur, Bildung und Freizeit ihre Unterstützung an. Unter der Federführung von Renate Pischky-Winkler, Stabstelle für Inklusion und Demografie, entstand jüngst der Stadtführer "Hildesheim Barrierefrei". Dieser gibt einen guten Überblick darüber, was die Stadt bereits zu bieten hat.

Marion Tiede lobte den bereits spürbaren Erfolg in der Stadt, betonte aber auch die Notwendigkeit, am Ball zu bleiben.

Quelle: Website Hildesheim

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