Rekord: Erstmals mehr als 1.000 Stiftungen pro Jahr gegründet

2100_smallBerlin, 11.02.2008. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat die Zahl der jährlich neugegründeten Stiftungen für das Jahr 2007 veröffentlicht. Insgesamt gibt es in Deutschland 15.449 Stiftungen, davon alleine 1.645 in Niedersachsen. Im letzten Jahr gab es hier 121 Neugründungen. Diese Zahlen haben einen Grund.

Die Gründe für die zahlreichen Neugründungen liegen vor allem in den Reformen für mehr Stiftungsfreundlichkeit und dem Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements erklären. So kommentierte der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen Fritz Brickwedde den neuen Rekord. Am 21. September 2007 waren rückwirkend zum 1. Januar erhebliche Verbesserungen im Stiftungssteuerrecht verabschiedet worden.

2100_bigSelten zeigte ein Gesetz so schnell Erfolge. In vielen Bundesländern wurden besonders in den Monaten nach Verabschiedung des "Gesetzes zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" vermehrt Anträge auf Anerkennung einer Stiftung entgegengenommen. So können seit der Verabschiedung des Gesetzes, auch bekannt als Initiative "Hilfen für Helfer", Zuwendungen in den Vermögensstock von gemeinnützigen Stiftungen bis zu einer Höhe von einer Million Euro steuerlich geltend gemacht werden.

Die Zahl der neuen Stiftungen stieg um 26 Prozent auf insgesamt 1.134. Insgesamt gibt es damit 15.449 Stiftungen in Deutschland. Im Detail ist das Land mit der größten Zahl neuer Stiftungen Nordrhein-Westfalen. Das Bundesland liegt sowohl mit 215 neugegründeten Stiftungen als auch mit einem Bestand von jetzt 2.935 Stiftungen vorn. Platz zwei nimmt Bayern ein (207 Neu-Errichtungen). Den drittgrößten Zuwachs an neuen Stiftungen verzeichnet Baden-Württemberg (188). Bezogen auf die Einwohnerzahl sind in den Flächenländern die Hessen am stiftungsfreudigsten. In Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr 121 neue Stiftungen gegründet. Damit wächst die Zahl aller Stiftungen in Niedersachsen auf 1.645. Auf dem Spitzenplatz des vom Bundesverband Deutscher Stiftungen veröffentlichten Rankings zur Stiftungsdichte in den 82 deutschen Großstädten liegt erneut Frankfurt am Main. Auf je 100.000 Einwohner entfallen in der Bankenmetropole fast 72 Stiftungen.

Der Osten legt ebenfalls mit 75 neuen ostdeutschen Stiftungen zu. Denn in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich die Neugründungen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. In den fünf ostdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) wurden mit 75 neuen Stiftungen 28 mehr als im Jahr 2006 ins Leben gerufen. Allerdings liegt die Stiftungsdichte in den neuen Bundesländern mit 7 Stiftungen pro 100.000 Einwohner noch immer weit hinter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 19 Stiftungen pro 100.000 Einwohner.

Weitere Informationen und Kontakt:
Bundesverband Deutscher Stiftungen
Anke Pätsch
Pressesprecherin
Leiterin Medien & Kommunikation
Telefon +49 (30) 89 79 47-27
Telefax +49 (30) 89 79 47-71
Anke.Paetsch@Stiftungen.org

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